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Hashimoto-Thyreoiditis: was das ist, Symptome und Diagnose

Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Autoimmunthyreoiditis. Was dabei im Körper passiert, welche Symptome typisch sind, auch bei Frauen, und wie die Diagnose läuft.
Dr. Gerrit Kefersteinaktualisiert 3 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

  • Hashimoto ist eine Autoimmunerkrankung: Antikörper und Abwehrzellen richten sich gegen die Schilddrüse (Mensch; Caturegli et al., 2014).
  • In Ländern mit ausreichender Jodversorgung ist Hashimoto die häufigste Ursache einer Unterfunktion (Mensch; Chaker et al., 2017).
  • Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer (Mensch; Hu et al., 2022).

„Ich habe die Diagnose Hashimoto bekommen oder vermute sie. Was ist das genau, welche Symptome gehören dazu, und wie wird es festgestellt?“

Du bist ständig müde, obwohl du genug schläfst. Du frierst, wo andere sich wohlfühlen, nimmst zu, ohne anders zu essen, und dein Kopf ist wie in Watte. Vielleicht hat deine Ärztin gesagt: „Sie haben Hashimoto.“ Oder du fragst dich, ob es das sein könnte.

Die mechanische Sicht der Medizin sieht eine Schilddrüse, die zu wenig Hormon bildet, und gleicht das fehlende Hormon aus. Das ist gut belegt, sicher und für viele Menschen eine große Entlastung (Mensch). Und trotzdem: Die Autoimmunreaktion hinter dem Mangel bleibt dabei bestehen, und manche Beschwerden auch.

Die energetische Sicht der Erfahrungsheilkunde sieht einen Körper, der gegen sich selbst kämpft und sein Gleichgewicht verloren hat. Sie hat recht damit, dass Hashimoto den ganzen Menschen betrifft und nicht nur ein Organ. Und trotzdem: Was genau bringt das Immunsystem dazu, die eigene Schilddrüse anzugreifen, und was lässt es wieder ruhiger werden?

Die biologische Sicht verbindet beides: Hashimoto ist eine Frage des Immunsystems, die sich an der Schilddrüse zeigt. Veranlagung, Umwelt und der Zustand deines Körpers spielen zusammen.

Oft heißt es: „Chronische Krankheit ist genetisches Schicksal.“ Gene machen anfällig für Hashimoto. Ob und wie stark die Autoimmunreaktion läuft, hängt auch an Umwelt und Zustand deines Körpers.

Was im Körper passiert

Stell dir dein Immunsystem als Wachdienst vor, der lernen muss, Freund und Feind zu unterscheiden. Bei Hashimoto hat er die Schilddrüse auf seine Liste gesetzt. Er bildet Antikörper gegen TPO und Thyreoglobulin, und Abwehrzellen wandern ins Gewebe ein (Mensch; Caturegli et al., 2014). Die Antikörper sind dabei eher der Ausweis der Reaktion, die Arbeit machen die Zellen.

Warum das geschieht, hat mehrere Gründe. Gene machen anfällig, Umweltfaktoren wie ein Zuviel an Jod können bei Veranlagung den Anstoß geben (Mensch; Chaker et al., 2017). Das Immunsystem liest dabei ständig, ob die Lage sicher oder gefährlich ist. Einen länger anhaltenden Gefahrzustand der Zellen nennen wir Schutzmodus, in der Forschung Cell Danger Response (Modell nach Naviaux).

Die Folge zeigt sich im Stoffwechsel. Bildet die Schilddrüse weniger T4 und T3, laufen viele Zellen langsamer. Das erklärt, warum Müdigkeit, Frieren, Verstopfung und Brain Fog oft gemeinsam auftreten. Gene machen anfällig. Ob und wie stark die Autoimmunreaktion läuft, hängt auch an Umwelt und Zustand deines Körpers.

Hashimoto-Thyreoiditis, kurz Hashimoto, ist eine chronische Entzündung der Schilddrüse, bei der das eigene Immunsystem das Schilddrüsengewebe angreift. Fachleute sprechen auch von Autoimmunthyreoiditis oder chronischer lymphozytärer Thyreoiditis. Benannt ist sie nach dem japanischen Arzt Hakaru Hashimoto, der sie 1912 beschrieb (Caturegli et al., 2014).

Hashimoto zählt zu den häufigsten Autoimmunerkrankungen. Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer (Mensch; Hu et al., 2022). In Ländern mit ausreichender Jodversorgung ist sie die häufigste Ursache einer Schilddrüsenunterfunktion (Mensch; Chaker et al., 2017).

Die Schilddrüse ist eine kleine Drüse vorne am Hals. Ihre Hormone T4 und T3 stellen ein, wie schnell der Stoffwechsel in fast jeder Zelle läuft: Wärme, Herzschlag, Verdauung, Denken. Bildet sie mit der Zeit weniger Hormon, verlangsamt sich vieles gleichzeitig. Darum sind die Symptome so vielfältig und so leicht zu übersehen.

Hashimoto entwickelt sich meist langsam, über Jahre. Am Anfang sind oft nur die Antikörper erhöht, die Hormonwerte noch normal. Manche Menschen bekommen nie eine Unterfunktion, bei anderen entsteht sie Schritt für Schritt (Mensch; Caturegli et al., 2014). Diese Seite erklärt, was dabei passiert, welche Symptome typisch sind und wie die Diagnose gestellt wird.

Was ist Hashimoto? Autoimmunthyreoiditis einfach erklärt

Bei Hashimoto bildet das Immunsystem Antikörper gegen zwei Bausteine der Schilddrüse: die Thyreoperoxidase, kurz TPO, ein Enzym für die Hormonbildung, und das Thyreoglobulin, kurz TG, das Speichereiweiß der Hormone. Gleichzeitig wandern Abwehrzellen, vor allem Lymphozyten, in die Schilddrüse ein (Mensch; Caturegli et al., 2014).

Die Antikörper zeigen vor allem, dass das Immunsystem die Schilddrüse ins Visier genommen hat. Den Umbau des Gewebes treiben die Abwehrzellen. Mit der Zeit kann so funktionsfähiges Gewebe verloren gehen, und die Schilddrüse bildet weniger Hormon. Das ist die Unterfunktion, in der Fachsprache Hypothyreose.

Hashimoto ist damit zuerst eine Frage des Immunsystems, die sich an der Schilddrüse zeigt. Das erklärt, warum sie gehäuft zusammen mit anderen Autoimmunerkrankungen auftritt, etwa perniziöser Anämie, rheumatoider Arthritis, Zöliakie oder Vitiligo (Mensch; Boelaert et al., 2010).

Ursachen: Veranlagung, Umwelt und Immunlage

Hashimoto entsteht nicht aus einer einzigen Ursache. Eine erbliche Veranlagung spielt eine große Rolle, Hashimoto häuft sich in Familien (Mensch; Chaker et al., 2017). Gene machen anfällig, sie entscheiden aber nicht allein.

Aus der Umwelt ist vor allem Jod untersucht: Ein Zuviel kann bei Veranlagung die Autoimmunreaktion anstoßen oder verstärken (Mensch; Chaker et al., 2017). Auch bestimmte Medikamente und hormonelle Umbrüche wie die Zeit nach einer Geburt können eine Schilddrüsenentzündung auslösen (Mensch).

Der Darm rückt ebenfalls in den Blick. Das Eiweiß Zonulin regelt, wie dicht die Darmschleimhaut ist; wird sie durchlässiger, kommt das Immunsystem mit mehr Fremdstoffen in Kontakt (Zelle, Mensch; Fasano, 2011). Ob das bei Hashimoto eine Ursache ist, ist nicht geklärt (Modell). Zöliakie tritt bei Hashimoto häufiger auf. Eine kleine Pilotstudie fand bei Frauen ohne Zöliakie unter glutenfreier Ernährung niedrigere Antikörper (Mensch; Krysiak et al., 2018). Das ist ein erster Hinweis, keine allgemeine Empfehlung.

Hashimoto Symptome: woran du es merken kannst

Viele Symptome entstehen, wenn die Schilddrüse zu wenig Hormon bildet und der Stoffwechsel langsamer wird (Mensch; Chaker et al., 2017):

  • Energie und Stoffwechsel: Müdigkeit, Kälteempfindlichkeit, Gewichtszunahme ohne veränderte Ernährung, Verstopfung, langsamer Puls
  • Kopf und Stimmung: Konzentrationsprobleme, Brain Fog, Vergesslichkeit, gedrückte Stimmung, Antriebslosigkeit
  • Haut, Haare, Nägel: trockene Haut, Haarausfall, brüchige Nägel, Schwellungen im Gesicht
  • Muskeln und Gelenke: Muskelschmerzen, Steifigkeit, Kribbeln in den Händen
  • Hals: ein Druckgefühl oder eine vergrößerte Schilddrüse, ein Kropf

In frühen Phasen kann Hashimoto kurz eine Überfunktion zeigen, wenn aus entzündetem Gewebe gespeichertes Hormon frei wird. Dann treten Herzrasen, Unruhe und Schwitzen auf; Fachleute sprechen von Hashitoxikose (Mensch).

Manche Beschwerden bleiben, auch wenn die Hormonwerte gut eingestellt sind. Eine randomisierte Studie zeigt, dass die Autoimmunreaktion selbst Müdigkeit und Lebensqualität mitprägen kann (Mensch; Guldvog et al., 2019).

Hashimoto Symptome bei Frauen

Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer (Mensch; Hu et al., 2022). Bei ihnen zeigen sich manche Symptome eigen: Zyklusstörungen, stärkere oder unregelmäßige Blutungen, Schwierigkeiten, schwanger zu werden. Hormonelle Umbrüche sind sensible Phasen. Nach einer Geburt kann eine vorübergehende Schilddrüsenentzündung auftreten, die Postpartum-Thyreoiditis, häufiger bei Frauen mit TPO-Antikörpern (Mensch). In den Wechseljahren überschneiden sich Müdigkeit, Schlafprobleme und Stimmungsschwankungen mit den Zeichen einer Unterfunktion.

In der Schwangerschaft braucht das Kind Schilddrüsenhormon für die Entwicklung des Gehirns. Ein Kinderwunsch oder eine Schwangerschaft mit Hashimoto gehört darum früh in die ärztliche Begleitung; die Einstellung übernimmt die Ärztin.

Hertoghe-Zeichen: dünne Augenbrauen außen

Als Hertoghe-Zeichen bezeichnet man ausgedünnte äußere Drittel der Augenbrauen. Es wird bei Schilddrüsenunterfunktion beschrieben und ist nach dem belgischen Arzt Eugène Hertoghe benannt (Mensch, klinische Beobachtung). Das Zeichen ist nicht spezifisch: Auch Alter, Zupfen, Hauterkrankungen oder andere Hormonveränderungen können die Augenbrauen ausdünnen. Es ist ein Hinweis, den du deiner Ärztin schildern kannst, keine Diagnose.

Diagnose: TPO-Antikörper, TG-Antikörper und Ultraschall

Die Diagnose stellt die Ärztin aus mehreren Bausteinen (Mensch; Caturegli et al., 2014):

  • TSH: das Steuerhormon der Hirnanhangdrüse. Steigt es, braucht die Schilddrüse mehr Antrieb, weil sie zu wenig Hormon bildet.
  • fT4 und fT3: die freien Schilddrüsenhormone im Blut. Sie zeigen, wie viel Hormon gerade verfügbar ist.
  • TPO-Antikörper (TPO-AK): Antikörper gegen die Thyreoperoxidase. Sie sind bei den meisten Menschen mit Hashimoto erhöht und der wichtigste Laborhinweis.
  • TG-Antikörper (TG-AK): Antikörper gegen Thyreoglobulin. Sie sind seltener erhöht, ergänzen aber das Bild, besonders wenn die TPO-Antikörper unauffällig sind.
  • Ultraschall (Sonografie): Typisch ist ein dunkleres, unruhiges Gewebebild, in der Fachsprache echoarm und inhomogen. Der Ultraschall kann Hashimoto auch zeigen, wenn die Antikörper nicht erhöht sind.

Erhöhte Antikörper allein bedeuten nicht, dass eine Behandlung nötig ist. Sie zeigen die Autoimmunreaktion, nicht die Hormonversorgung. Ob und wie behandelt wird, entscheidet die Ärztin aus Hormonwerten, Beschwerden und Lebenssituation. Referenzbereiche unterscheiden sich je nach Labor.

Behandlung: was die Ärztin übernimmt

Besteht eine Unterfunktion, gleicht die Ärztin das fehlende Hormon mit Levothyroxin aus, einem synthetischen T4 (Mensch; Chaker et al., 2017). Das ist gut belegt und schützt vor den Folgen einer unbehandelten Unterfunktion. Wie das Medikament eingestellt und kontrolliert wird, gehört in ärztliche Hand. Ob in Einzelfällen eine Kombination mit T3 sinnvoll ist, wird in der Forschung diskutiert; auch das ist eine ärztliche Entscheidung.

Die Autoimmunreaktion selbst wird in der Routine nicht medikamentös behandelt. Untersucht werden ergänzende Ansätze. Am besten belegt ist Selen: Eine Metaanalyse fand, dass es bei Menschen unter Levothyroxin die TPO-Antikörper senkte; ob sich Beschwerden oder Verlauf ändern, ist offen (Mensch; Wichman et al., 2016). Lebensstil kommt zur ärztlichen Behandlung dazu, er tritt nicht an ihre Stelle.

zum Merken
Hashimoto ist eine Frage des Immunsystems, die sich an der Schilddrüse zeigt. Gene machen anfällig, sie sind kein Schicksal.

Das Fundament dahinter

In jeder Zelle sind Mitochondrien Sensor und Effektor: Sie spüren, ob Herausforderung oder Gefahr ansteht, und stellen danach Energie bereit oder schalten in den Schutzmodus, in der Forschung Cell Danger Response.

Von den drei Systemen spricht hier vor allem das Immunsystem, im Austausch mit dem Stoffwechsel (Immunmetabolismus).

Was sich oft genug wiederholt, bleibt: Über das Körpergedächtnis werden aus Zuständen Eigenschaften, in beide Richtungen.

Von den sechs Ärzten der Regeneration spricht hier vor allem Dr. Nahrung; die ärztliche Behandlung läuft weiter.

Deine Entscheidung

Deine Entscheidung beginnt mit Beobachten.

Du kannst eine Woche lang notieren, welche Beschwerden du hast und wann sie stärker sind: Müdigkeit, Frieren, Konzentration, Verdauung, bei Frauen auch der Zyklus. So bringst du ein klares Bild ins Arztgespräch.

Du kannst festhalten, was in deiner Familie vorkommt: Schilddrüsenerkrankungen, Zöliakie, Diabetes oder andere Autoimmunerkrankungen. Das hilft deiner Ärztin bei der Einordnung.

Und du kannst entscheiden, welche Fragen du mitnimmst: welche Werte bestimmt wurden, ob ein Ultraschall gemacht wurde und was die Ergebnisse für dich bedeuten. Die Begriffe unten helfen dabei.

Vor jedem Ausprobieren kannst du dich fragen:

  1. Ist es biologisch plausibel?
  2. Ist das Risiko klein?
  3. Hat deine Ärztin geklärt, dass keine Gefahr dahintersteckt?
  4. Kannst du es an dir beobachten?

Was wir nicht wissen: Wie Hashimoto entsteht, ist nur teilweise verstanden. Dass Veranlagung und Jod eine Rolle spielen, ist beim Menschen gut belegt (Chaker et al., 2017); andere Faktoren wie Darm, Stress oder Vitamin D sind vor allem aus Beobachtungen und kleinen Studien bekannt. Die Glutenstudie war eine kleine Pilotstudie (Krysiak et al., 2018). Selen senkt Antikörper, ob es Beschwerden oder den Verlauf verändert, ist offen (Wichman et al., 2016). Die Deutung als Schutzmodus ist ein Modell. Ein Mittel, das die Autoimmunreaktion zuverlässig beendet, gibt es nicht.

Zum Nachschlagen

Begriffe fürs Arztgespräch
  • Meine Schilddrüse ist entzündet: Hashimoto-Thyreoiditis, Autoimmunthyreoiditis
  • Die Antikörper gegen die Schilddrüse: TPO-Antikörper (TPO-AK), TG-Antikörper (TG-AK)
  • Das Steuerhormon der Schilddrüse: TSH
  • Die freien Schilddrüsenhormone: fT4, fT3
  • Das Ultraschallbild sieht unruhig aus: echoarmes, inhomogenes Schilddrüsengewebe
  • Meine Schilddrüse arbeitet zu wenig: Hypothyreose
  • Am Anfang kurz eine Überfunktion: Hashitoxikose
Wer klärt was

Ob eine Krankheit dahintersteckt und wie sie behandelt wird, klärt deine Ärztin. Seelische Last gehört zu deiner Therapeutin. Was du im Alltag für deine Regeneration tust, begleitet ein Mentor. Entscheiden tust du.

Ob eine Krankheit dahintersteckt und wie sie behandelt wird, klärt deine Ärztin. Nimm deine Beobachtungen und die Fragen aus diesem Artikel mit; was du für deine Regulation tust, läuft parallel weiter.

Häufige Fragen (5)

Was ist Hashimoto, einfach erklärt?

Hashimoto ist eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse. Das Immunsystem bildet Antikörper gegen Bausteine der Schilddrüse, und Abwehrzellen wandern ins Gewebe ein. Mit der Zeit kann die Schilddrüse weniger Hormon bilden, es entsteht eine Unterfunktion.

Ist Hashimoto heilbar?

Nach heutigem Wissen bleibt die Neigung zur Autoimmunreaktion bestehen; als heilbar gilt Hashimoto nicht. Der Verlauf ist aber sehr verschieden, und manche Menschen bekommen nie eine Unterfunktion (Caturegli et al., 2014). Besteht eine Unterfunktion, gleicht die Ärztin das fehlende Hormon gut belegt aus.

Muss ich lebenslang Schilddrüsenhormon nehmen?

Das hängt davon ab, wie viel eigenes Hormon die Schilddrüse noch bildet. Bei einer ausgeprägten Unterfunktion ist das meist dauerhaft so; bei leichten Formen kann sich die Lage auch stabilisieren. Das beurteilt deine Ärztin anhand der Werte im Verlauf.

Warum sind Frauen häufiger betroffen?

Frauen erkranken deutlich häufiger als Männer (Hu et al., 2022). Diskutiert werden Geschlechtshormone, die das Immunsystem beeinflussen, und Gene auf dem X-Chromosom. Schwangerschaft, die Zeit nach der Geburt und die Wechseljahre sind Phasen, in denen sich die Schilddrüse häufiger bemerkbar macht.

Ist glutenfreie Ernährung bei Hashimoto nötig?

Bei nachgewiesener Zöliakie ja, und Zöliakie tritt bei Hashimoto häufiger auf. Ohne Zöliakie ist die Studienlage dünn: Eine kleine Pilotstudie fand unter glutenfreier Ernährung niedrigere Antikörper (Krysiak et al., 2018). Ob du das ausprobieren möchtest, kannst du mit deiner Ärztin besprechen. Eine Zöliakie wird vorher abgeklärt, weil der Test unter glutenfreier Ernährung unzuverlässig wird.
Quellen (4)
  • Serum TSH, T(4), and thyroid antibodies in the United States population: NHANES III
    Hollowell J.G., Staehling N.W., Flanders W.D. et al. – Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism (2002)
  • Zonulin and its regulation of intestinal barrier function: the biological door to inflammation, autoimmunity, and cancer
    Fasano A. – Physiological Reviews (2012) DOI: 10.1152/physrev.00003.2008
  • Autoimmune thyroid diseases
    Wang Su He, Baker James R. – Clinical Immunology (2008) DOI: 10.1016/b978-0-323-04404-2.10069-7
  • The Effect of Gluten-Free Diet on Thyroid Autoimmunity in Drug-Naïve Women with Hashimoto's Thyroiditis: A Pilot Study
    Krysiak R, Szkrobka W, Okopien B – Experimental and Clinical Endocrinology & Diabetes (2019) DOI: 10.1055/a-0653-7108
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