Alle Forschungsupdate-Artikel
113 Artikel in 4 Bereichen — wähle einen Bereich oder stöbere durch alle Einträge.
3 Artikel
Kortisolresistenz bei chronischer Müdigkeit: Die Studien von Pace (2007) und Nater (2008)
Zwei Studien, die zusammen ein kohärentes Bild zeichnen: Pace et al. (2007) zeigten, wie Zytokine die Glukokortikoidrezeptor-Funktion beeinträchtigen (Kortisolresistenz). Nater et al. (2008) dokumentierten das klinische Korrelat – ein abgeflachtes Cortisol-Tagesprofil bei chronischer Erschöpfung. Zusammen bilden sie die Grundlage für das Verständnis der HPA-Achsen-Dysfunktion bei Müdigkeit.
muedigkeitMetabolischer Winterschlaf: Die Naviaux-Studie 2016 und das CFS-Metabolom
Naviaux et al. (2016) publizierten in PNAS eine metabolomische Analyse, die das Verständnis chronischer Erschöpfung revolutionierte: Über 60 Metaboliten signifikant verändert, ein konsistentes Hypometabolie-Muster und das Konzept der Cell Danger Response – Zellen, die in einen Schutzmodus fallen und nicht mehr 'hochfahren'.
muedigkeitSickness Behavior: Wie Zytokine das Gehirn kontrollieren – der Dantzer-Review 2008
Dantzer et al. (2008) publizierten in Nature Reviews Neuroscience einen Meilenstein-Review: Die systematische Darstellung, wie proinflammatorische Zytokine über neuronale, humorale und zelluläre Wege das Gehirn erreichen und ein koordiniertes Verhaltensprogramm auslösen – das Sickness Behavior. Ein Review, der das Verständnis von Müdigkeit und Depression fundamental verändert hat.
muedigkeit47 Artikel
Chronische Erschöpfung
Chronische Erschoepfung ist mehr als Muedigkeit - sie beeintraechtigt das gesamte Leben. Hier ordnen wir ein, was dahinterstecken kann und wie der Weg zu mehr Energie aussehen kann.
cfsFluge & Mella 2019: Rituximab-Studie – Was wir gelernt haben
Die norwegische Rituximab-RCT (2019) war die bisher größte kontrollierte Studie bei CFS/ME: 151 Patienten, B-Zell-Depletion vs. Placebo. Ergebnis: Kein signifikanter Unterschied. Aber die Erkenntnisse sind trotzdem bahnbrechend – sie zeigen, warum Single-Target-Ansätze bei CFS/ME nicht funktionieren und warum Multi-System-Regulation der Schlüssel ist.
cfsKomaroff & Lipkin 2023: CFS/ME und Long COVID – biologische Parallelen
Anthony Komaroff (Harvard) und Ian Lipkin (Columbia) zeigen in ihrem umfassenden Review: ME/CFS und Long COVID teilen bemerkenswerte biologische Gemeinsamkeiten – Neuroinflammation, autonome Dysfunktion, mitochondriale Beeinträchtigung, Immunaktivierung und Darmdysbiose. Jahrzehnte der ME/CFS-Forschung werden durch Long COVID validiert.
cfsNaviaux 2016: Metabolomik identifiziert hypometabolisches Muster bei CFS/ME
Naviaux et al. analysierten 612 Metaboliten im Blut von CFS/ME-Patienten und fanden ein metabolisches Muster, das auf einen Hypometabolismus hindeutet: 80 % der veränderten Metaboliten waren reduziert. Der Zellstoffwechsel fährt auf Sparflamme – ein messbarer, objektiver Befund, der die Fatigue bei CFS/ME als zelluläre Energiekrise bestätigt.
cfsBlutfette unter ketogener Nahrung bei bipolarer Störung
Ein wichtiger Meilenstein für die Forschung zur metabolischen Psychiatrie
depressionDepression und Mitochondrien im Darm: Eine neue Perspektive auf die Zusammenhaenge zwischen Darm und Gehirn
In diesem Blogpost werden wir uns mit einer neuen Studie beschäftigen, die die Rolle von Mitochondrien in den Darmepithelzellen (IECs) bei Depressionen untersucht. Die Forschungsergebnisse legen nahe,
depressionDie Auswirkungen von Licht auf psychische Störungen: Eine bahnbrechende Studie
Psychische Störungen sind ein allgegenwärtiges Phänomen, das das tägliche Leben von Millionen von Menschen auf der ganzen Welt betrifft. Eine Gemeinsamkeit vieler dieser Störungen ist die Störung des
depressionHoeheres Suizidrisiko durch Antidepressiva? SSRI waehrend der Schwangerschaft? Wirkt Keto gegen Depression?
Eine kürzlich veröffentlichte Studie aus Stockholm, Schweden, untersuchte den Zusammenhang zwischen der Behandlung mit selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRIs) und dem Suizidrisiko bei Menschen mit einer Depression. Die Forscher verwendeten eine Methode namens \"Target Trial Emulation\", um die Auswirkungen der SSRI-Behandlung auf das suizidale Verhalten zu untersuchen. Dabei wurden Daten von über 160.000 Personen analysiert, die zwischen 2006 und 2018 in Stockholm County eine Depression diagnostiziert bekamen. Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass Personen unter 25 Jahren, die eine SSRI-Behandlung nach einer Depression erhalten hatten, ein erhöhtes Risiko für suizidales Verhalten aufwiesen im Vergleich zu Personen, die keine SSRI-Behandlung erhielten. Dies galt sowohl für die Intention-to-Treat-Analyse als auch für die Per-Protocol-Analyse. Bei Personen über 25 Jahren fand sich kein erhöhtes Suizidrisiko in Zusammenhang mit der SSRI-Behandlung. *Der Konsum von Antidepressi
depression35 Artikel
Apfelessig - Das Wunderelixier
Apfelessig ist weit mehr als nur eine saure Küchenzutat – er ist ein echtes Wundermittel für deine Gesundheit. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass er Blutzucker senkt, Fett verbrennt, das Imm
ernaehrungBeta-Hydroxybutyrat als neuroprotektives Signalmolekül
Beta-Hydroxybutyrat (BHB) ist mehr als ein Brennstoff – es ist ein Signalmolekül, das Genexpression moduliert, Neuroinflammation hemmt und Neuronen vor oxidativem Stress schützt. Drei Schlüsselstudien bilden die Grundlage dieses Forschungsfelds.
ernaehrungButyrat-Versorgung ohne Ballaststoffe: Vier Wege, quantitative Einordnung und Risiken
Die klassische Annahme lautet: Ballaststoffe → bakterielle Fermentation → Butyrat → Darmgesundheit. Aber woher kommt Butyrat bei ballaststofffreier Ernährung? Tierische Fette (Butter, Rohmilch, Käse) liefern exogenes Butyrat direkt. Mucin-Fermentation durch Darmbakterien und BHB-Stammzellregulation unter Ketose sind weitere Wege – mit jeweils eigenen Chancen und Risiken.
ernaehrungCarnitin und Leistungssport: Endogene Synthese reicht nicht immer
Rebouche (1986) beschrieb den Carnitin-Metabolismus: Endogene Synthese aus Lysin und Methionin liefert den Großteil des Bedarfs, aber die Synthesekapazität ist limitiert. Lin et al. (2019) zeigten niedrigere Carnitin-Spiegel bei Vegetarier:innen. Rogerson (2017) analysierte die spezifischen Herausforderungen veganer Ernährung im Leistungssport. Dieses Forschungsupdate untersucht, ob die endogene Carnitinsynthese unter sportlicher Belastung ausreicht.
ernaehrungDer MOJO Salzguide
Salz, Natrium und Kalium spielen eine zentrale Rolle für die Zellgesundheit, den Flüssigkeitshaushalt und die elektrische Signalweiterleitung im Körper. Sie beeinflussen die Muskelkontraktion, N
ernaehrungDie Maasai-Diät: Ein 30-Tage-Fallbericht
Keferstein und Breidenbach (2025) dokumentierten einen 30-Tage-Selbstversuch mit einer Maasai-inspirierten Ernährung: Rinderblut und rohe Milch/Sahne als alleinige Nahrungsquellen. Die Ergebnisse – freies Testosteron +24,9 %, MDA-LDL -67,9 %, Bilirubin -32,3 % – sind bemerkenswert für einen n=1-Fallbericht und werfen Fragen auf, die größere Studien beantworten müssen.
ernaehrungEPIC-Oxford: 43 % höheres Knochenbruchrisiko bei Veganern
Tong et al. (2020) analysierten in der EPIC-Oxford-Kohorte 54.898 Teilnehmer über 17,6 Jahre und fanden, dass Veganer:innen ein um 43 % höheres Risiko für Gesamtfrakturen haben. Dieses Forschungsupdate analysiert die Studie im Detail, ordnet die Mechanismen ein und diskutiert die Implikationen für die Knochengesundheit bei pflanzlicher Ernährung.
ernaehrungFleisch als wichtigste Quelle sekundaerer Pflanzenstoffe?
Die wissenschaftliche Erforschung von Phytochemikalien in Fleisch und Milch hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Phytochemikalien sind natürliche Verbindungen, die in Pflanzen vorkommen und verschiedene gesundheitliche Vorteile bieten, darunter entzündungshemmende, antioxidative, antivirale und krebshemmende Eigenschaften. Neueste Studien haben gezeigt, dass Phytochemikalien auch in tierischen Produkten wie Fleisch und Milch vorhanden sind, insbesondere bei Tieren, die auf vielfältigen Weiden grasen. In diesem Fachartikel werden die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Vorhandensein und zur Wirkung von Phytochemikalien in Fleisch und Milch dargelegt und diskutiert. Terpenoide sind eine vielfältige Klasse von Phytochemikalien, zu denen Monoterpenoide, Diterpenoide und Sesquiterpenoide gehören. Sie wurden intensiv aufgrund ihrer entzündungshemmenden, antioxidativen, antiviralen und krebshemmenden Eigenschaften erforscht. Das Vorkommen von Terpenoiden in tierischen Lebensmittel
ernaehrung28 Artikel
Chronische entzündliche Erkrankungen werden durch unseren modernen Lebensstil gefördert
Eine aktuelle Studie hat gezeigt, dass chronische entzündliche Erkrankungen, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Autoimmunerkrankungen und Krebs, stark von unserem modernen Lebensstil beeinflus
entzuendungDas durchschnittliche Gehirn enthält 8 Gramm Mikroplastik
Plastik ist überall. Es umhüllt unser Essen, treibt in unseren Ozeanen und schleicht sich nun – laut einer aktuellen *Nature Medicine*-Studie – bis in das empfindlichste aller Organe: unser Gehirn. Di
entzuendungDie Auswirkungen von Erdung auf Entzündungen und das Immunsystem
Die moderne Forschung hat gezeigt, dass der direkte Kontakt des menschlichen Körpers mit der Oberfläche der Erde (Erdung oder Grounding durch zum Beispiel Barfußlaufen auf natürlichem Boden) faszinier
entzuendungEntzündung wichtiger als Cholesterin bei Herzerkrankungen
Inflammation (Entzündung) und Hyperlipidämie (erhöhte Cholesterinwerte) können wichtige Risikofaktoren für zukünftige kardiovaskuläre Ereignisse sein. Statine, die zu den am häufigsten verschriebenen
entzuendungLebensstil schlägt Genetik: Die wahre Architektur des Alterns – und warum Mitochondrien den Unterschied machen
Eine Studie mit fast 500.000 Teilnehmern zeigt: Nicht die Gene bestimmen unser biologisches Altern – sondern der Lebensstil. Doch warum? Die Antwort liegt in den Mitochondrien: Sie sind die Hormesis-Sensoren unserer Zellen. Jeder Lebensstil-Impuls – Bewegung, Kälte, Fasten, Atmung – wird von ihnen in mitochondriale Biogenese übersetzt. Diese Biogenese bestimmt das Energiereservoir des Körpers. Und Energie ist der Anfang von allem: Geweberegeneration, Stoffwechselregulation, Immunregulation, Nervensystemregulation – und damit Gesundheit.
epigenetikWas ist Chronisch Gesund?
Chronisch Gesund ist die Grundausbildung des MOJO Instituts fuer Regenerationsmedizin. Sie richtet sich an Fachkraefte - Aerztinnen und Aerzte, Therapeutinnen und Therapeuten, Coaches -, die Menschen mit chronischen Beschwerden fundiert begleiten moechten. Der Name ist bewusst gewaehlt: Es geht um das Ziel (chronische Gesundheit), nicht um eine bestimmte Methode. Die Ausbildung vermittelt ein System, das auf den drei Regulationssystemen des Koerpers basiert: Stoffwechsel, Nervensystem und Immunsystem. Du lernst, Muster zu erkennen, Zusammenhaenge zu verstehen und mit konkreten Methoden zu begleiten - wissenschaftlich fundiert, aber praxisnah und ohne Dogma.
fachkraefte5 Hacks für dein Handy für mehr chronische Gesundheit
Fünf evidenzbasierte Smartphone-Anpassungen, die Aufmerksamkeitsfragmentierung verringern, die Melatoninproduktion schützen und die autonome Regeneration fördern – sofort umsetzbar, ohne auf die Vorteile des Handys zu verzichten.
grundlagenFunktionelle Störungen: Einer der größten Misserfolge der Medizin
Ein kürzlicher Kommentar von Richard Smith im British Medical Journal erregte viel Aufmerksamkeit und erfährt unsere volle Unterstützung. Wir behandeln viele Menschen mit \"funktionellen Störungen\".
grundlagenBereiche entdecken
Stöbere nach Themenbereich — von Symptomen über Diagnosen bis zu Therapien.
Persönliche Einordnung: MOJO Analyse
In einem individuellen Gespräch ordnen wir mit dir ein, wo du stehst und welche nächsten Schritte Sinn machen.
MOJO Analyse entdecken