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Fachbeitrag · Diagnosen & Krankheitsbilder

Zentrale Sensitivierung: warum Fibromyalgie-Schmerz echt ist

Dr. Gerrit Kefersteinaktualisiert 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

  • Zentrale Sensitivierung heißt: Rückenmark und Gehirn verstärken Signale und senken die Schmerzschwelle, auch ohne Schaden im Gewebe (Mensch und Tier, Woolf 2011).
  • Wiederholte Hitzereize schaukeln sich bei Fibromyalgie stärker auf, und der Nachschmerz hält länger an (Mensch, Staud et al. 2001).
  • Die körpereigene Schmerzbremse aus dem Hirnstamm ist bei Fibromyalgie häufig abgeschwächt (Mensch, Übersicht nach Clauw 2014).

„Mein Arzt findet keinen Schaden, aber alles tut weh. Was ist zentrale Sensitivierung, und heißt das, es ist nur im Kopf?“

Dein Arzt findet keinen Gewebeschaden, aber du hast trotzdem starke Schmerzen. Eine Umarmung tut weh, der Bund der Hose drückt, der Schmerz wandert von der Schulter in den Rücken und weiter in die Beine. Und irgendwann fällt der Satz: „Das ist psychisch überlagert.“

Die mechanische Sicht sucht den Schmerz dort, wo er sich anfühlt: im Muskel, im Gelenk, in der Wirbelsäule. Das ist ihre Stärke, denn so werden Entzündungen, Verletzungen und Rheuma gefunden. Und trotzdem: Bei Fibromyalgie zeigen Röntgenbild, Ultraschall und Blutwerte meist nichts, was die Stärke des Schmerzes erklärt.

Die energetische Sicht sagt: Dein System ist überreizt, der Körper trägt eine Last, die raus will. Sie spürt richtig, dass Schmerz, Stress und Erschöpfung zusammenhängen. Und trotzdem: Sie erklärt nicht, warum eine leichte Berührung messbar als Schmerz ankommt.

Die biologische Sicht zeigt etwas Drittes: Dein Schmerz ist real, und er hat einen Ort. Er entsteht in Rückenmark und Gehirn, die Signale lauter stellen, als sie ankommen.

Oft heißt es: „Das ist psychisch überlagert.“ Zentrale Sensitivierung heißt nicht, dass der Schmerz eingebildet ist. Nervenzellen in Rückenmark und Gehirn verarbeiten Signale messbar verstärkt. Was du spürst, ist real.

Was im Körper passiert

Stell dir dein Nervensystem wie eine Musikanlage vor. Aus dem Körper kommen Signale, und Rückenmark und Gehirn entscheiden, wie laut sie ankommen. Dafür gibt es einen Verstärker und eine Bremse.

Bei zentraler Sensitivierung ist der Verstärker hochgedreht. Nervenzellen im Rückenmark reagieren schon auf schwache Reize und geben sie verstärkt weiter; wiederholte Reize schaukeln sich auf (Staud et al. 2001, Mensch). Gleichzeitig arbeitet die Bremse schwächer. Normalerweise schickt der Hirnstamm hemmende Signale ins Rückenmark und filtert Unwichtiges heraus. Bei Fibromyalgie funktioniert dieser Filter oft schlechter (Clauw 2014, Mensch).

Wozu macht der Körper das? Ein empfindlicheres Nervensystem ist zunächst ein Schutz: Nach einer Verletzung oder Infektion sollst du die betroffene Stelle schonen (Woolf 2011, Mensch und Tier). Bei Fibromyalgie bleibt dieser Schutz eingeschaltet, obwohl kein Gewebe mehr geschützt werden muss. Der Schmerz ist darum keine Einbildung. Er ist ein echtes Signal eines Nervensystems, das den Alarm noch nicht beendet hat.

Lange galt Fibromyalgie als Weichteilrheuma, also als Problem von Muskeln und Sehnen. Gefunden wurde dort aber kein Schaden, der die Schmerzen erklärt. Das führte bei vielen Betroffenen zu dem Satz „Da ist nichts.“ Die Schmerzforschung der letzten zwei Jahrzehnte hat den Blick verschoben: Das Nervensystem selbst kann Schmerz verstärken (Woolf 2011). Clauw (2014) beschreibt Fibromyalgie darum als Störung der Schmerzverarbeitung. Neue Bildgebung zeigt zudem Hinweise auf eine Entzündungsreaktion im Gehirn (Albrecht et al. 2019).

Was ist zentrale Sensitivierung?

Woolf (2011) definiert zentrale Sensitivierung als Verstärkung der Signalübertragung in Rückenmark und Gehirn, die zu einer erhöhten Schmerzempfindlichkeit führt, auch ohne verstärkten Input aus dem Gewebe. Im Deutschen ist auch von zentraler Sensibilisierung die Rede. Gemeint ist dasselbe: Nicht das Gewebe ist das Problem, sondern die Art, wie das Nervensystem Signale verarbeitet.

Zwei Dinge passieren dabei zugleich:

1. Der Verstärker ist hochgedreht: Reize, die sonst nicht wehtun, etwa Berührung, Druck oder Wärme, werden als Schmerz wahrgenommen. Das heißt Allodynie. Leicht schmerzhafte Reize fühlen sich sehr schmerzhaft an. Das heißt Hyperalgesie. Nervenzellen im Hinterhorn des Rückenmarks haben ihre Erregungsschwelle gesenkt und reagieren auf ein größeres Hautgebiet als vorher.

2. Die Bremse arbeitet schwächer: Der Hirnstamm schickt normalerweise hemmende Signale ins Rückenmark und filtert unwichtige Schmerzsignale heraus. Bei Fibromyalgie funktioniert dieser Filter oft schlechter.

Das Ergebnis ist ein Körper, der viele Reize als bedrohlich meldet. Das erklärt, warum Fibromyalgie-Schmerz wandert und nicht an eine Stelle gebunden ist.

Das Wind-up-Phänomen: Stauds Nachweis

Staud et al. (2001) haben zentrale Sensitivierung bei Fibromyalgie im Experiment sichtbar gemacht, über das Wind-up-Phänomen, auch zeitliche Summation genannt.

Das Experiment: Ein gleich starker Hitzereiz wird in kurzen Abständen von wenigen Sekunden wiederholt. Bei allen Menschen steigt der Schmerz dabei etwas an. Bei Menschen mit Fibromyalgie stieg er stärker an, schon bei schwächeren Reizen, und der Nachschmerz hielt länger an als bei gesunden Kontrollpersonen.

Der Mechanismus: Wind-up entsteht an Nervenzellen im Hinterhorn des Rückenmarks. Eine wichtige Rolle spielen NMDA-Rezeptoren, Andockstellen für den Botenstoff Glutamat. In Ruhe sind sie durch ein Magnesium-Ion verschlossen. Bei wiederholter Reizung über langsame Schmerzfasern öffnet sich dieser Verschluss, Kalzium strömt ein, und jedes folgende Signal wird stärker weitergegeben.

Bei Fibromyalgie scheint dieser Zustand leichter auszulösen zu sein und langsamer abzuklingen. Das Nervensystem lernt Schmerz schneller und verlernt ihn langsamer.

Die fehlende Schmerzbremse: absteigende Hemmung

Clauw (2014) beschreibt Fibromyalgie als Störung der Schmerzregulation, bei der verstärkte Weiterleitung und eine schwächere körpereigene Hemmung zusammenwirken.

So arbeitet die Bremse normalerweise: Bereiche im Mittelhirn und Hirnstamm, etwa das periaquäduktale Grau, schicken Signale hinunter ins Rückenmark. Dort setzen sie Serotonin, Noradrenalin und körpereigene Opioide frei, die die Weiterleitung von Schmerz bremsen. Deshalb spürst du eine Verletzung beim Sport manchmal erst nach dem Spiel.

Was bei Fibromyalgie anders ist: Ein Test für diese Bremse heißt Conditioned Pain Modulation, kurz CPM. Er prüft das Prinzip „Schmerz hemmt Schmerz“: Hält man eine Hand in kaltes Wasser, sollte ein zweiter Schmerzreiz schwächer wahrgenommen werden. Bei gesunden Menschen gelingt das meist. Bei Fibromyalgie ist diese Hemmung häufig abgeschwächt.

Eine offene Verbindung zum Vagusnerv: Die Bremszentren im Hirnstamm bekommen auch Signale über den Vagusnerv, den großen Ruhenerv des Körpers. Ob ein geringerer Vagotonus die Schmerzbremse schwächt, ist bisher ein Modell, das am Menschen noch nicht direkt geprüft ist.

Neuroinflammation: Entzündung im Gehirn bei Fibromyalgie

Eine neuere Spur führt zu den Immunzellen des Nervensystems. Mikroglia sind die Wächterzellen in Gehirn und Rückenmark. In Ruhe überwachen sie die Umgebung der Nervenzellen. Werden sie aktiviert, etwa durch Entzündungssignale, Nervenschäden oder anhaltenden Stress, setzen sie Botenstoffe frei, die Nervenzellen erregbarer machen und die Schmerzschwelle senken. Das ist in Tierversuchen gut belegt.

Was beim Menschen gezeigt ist: In einer PET-Studie an zwei Zentren zeigten Menschen mit Fibromyalgie in mehreren Regionen der Großhirnrinde ein stärkeres Signal für aktivierte Gliazellen als gesunde Kontrollpersonen. Die Forschungsgruppe deutet es als Aktivierung von Mikroglia (Albrecht et al. 2019, Mensch). Das ist ein wichtiger Befund, aber eine einzelne Studie mit kleiner Gruppe.

Der mögliche Kreislauf: Aktivierte Mikroglia, empfindlichere Nervenzellen, mehr Schmerz, mehr Stress, weitere Aktivierung. So könnte sich der Zustand selbst erhalten, auch ohne neuen Input aus dem Gewebe. Dieser Kreislauf ist ein Modell, das die Befunde aus Tier und Mensch verbindet.

Die Verbindung zum Vagus: Pavlov und Tracey (2012) beschreiben den entzündungshemmenden Reflex: Der Vagusnerv kann Entzündung im Körper dämpfen. Ob er auf diesem Weg auch die Mikroglia im Gehirn beeinflusst, ist eine offene Forschungsfrage.

Die Small-Fiber-Neuropathie-Debatte

Oaklander und andere Forschungsgruppen fanden bei manchen Menschen mit Fibromyalgie eine Small-Fiber-Neuropathie (Oaklander et al. 2016). Gemeint ist eine Schädigung der dünnen Nervenfasern in Haut und Gewebe, die Schmerz, Temperatur und Signale des autonomen Nervensystems leiten.

Die Befunde: Hautbiopsien zeigen bei diesen Betroffenen weniger Nervenfasern in der Oberhaut als bei gesunden Menschen. Auch Messungen der Temperatur- und Schmerzschwellen und Aufnahmen der Nervenfasern in der Hornhaut des Auges weisen in diese Richtung.

Die Debatte: Was bedeutet das für Fibromyalgie?

Sicht 1, die Fasern treiben den Schmerz: Geschädigte Fasern senden ungewöhnliche Signale, die die zentrale Sensitivierung anstoßen und unterhalten.

Sicht 2, die Fasern sind Folge: Die Schädigung könnte Folge einer länger bestehenden Störung im Nervensystem sein.

Sicht 3, verschiedene Gruppen: Möglicherweise gibt es Formen mit vor allem zentraler und Formen mit zusätzlicher peripherer Beteiligung. Das könnte erklären, warum Behandlungen so unterschiedlich wirken.

Für dich heißt das: Fibromyalgie ist eine Erkrankung des Nervensystems, mit zentralen und bei manchen Menschen auch peripheren Anteilen. Ob bei dir dünne Nervenfasern betroffen sind, kann eine neurologische Untersuchung klären.

Praxisrelevanz

Zentrale Sensitivierung erklärt, warum klassische Schmerzmittel bei Fibromyalgie oft wenig bewirken. Wirkstoffe wie Ibuprofen zielen vor allem auf Entzündung im Gewebe, und dort liegt bei Fibromyalgie nicht der Kern des Problems (Clauw 2014). Medikamente, die im Nervensystem ansetzen, helfen einem Teil der Betroffenen; welche infrage kommen, klärt deine Ärztin.

In Studien am besten belegt sind bei Fibromyalgie Maßnahmen, die das Nervensystem selbst ansprechen: angepasste Bewegung, Schlaf und der Umgang mit Stress (Clauw 2014). Das passt zum Bild eines Nervensystems, das lauter gestellt ist und wieder leiser werden kann. Wer zusätzlich nach Belastung verzögert einbricht, braucht einen anderen Rahmen für Bewegung; das klärt die Ärztin mit dir.

zum Merken
Der Schmerz ist echt. Er entsteht nicht im Muskel, sondern in einem Nervensystem, das lauter gestellt ist.

Das Fundament dahinter

In jeder Zelle sind Mitochondrien Sensor und Effektor: Sie spüren, ob Herausforderung oder Gefahr ansteht, und stellen danach Energie bereit oder schalten in den Schutzmodus, in der Forschung Cell Danger Response.

Von den drei Systemen spricht hier vor allem das Immunsystem, im Austausch mit dem Nervensystem (Neuroimmunologie).

Was sich oft genug wiederholt, bleibt: Über das Körpergedächtnis werden aus Zuständen Eigenschaften, in beide Richtungen.

Von den sechs Ärzten der Regeneration spricht hier vor allem Dr. Atmung; die ärztliche Behandlung läuft weiter.

Deine Entscheidung

Du entscheidest, was du beobachten willst. Drei Dinge lassen sich in wenigen Tagen erkennen: ob leichte Berührung, Kleidung oder Druck schmerzen; ob der Schmerz nach einer kurzen Nacht oder einem belastenden Tag lauter wird; und ob er in ruhigen Phasen leiser wird. Kommen Brennen oder Kribbeln in Händen und Füßen dazu, kannst du eine neurologische Abklärung auf Small-Fiber-Neuropathie ansprechen.

Vor jedem Ausprobieren kannst du dich fragen:

  1. Ist es biologisch plausibel?
  2. Ist das Risiko klein?
  3. Hat deine Ärztin geklärt, dass keine Gefahr dahintersteckt?
  4. Kannst du es an dir beobachten?

Was wir nicht wissen: Zentrale Sensitivierung ist ein Konzept der Schmerzforschung, kein einzelner diagnostischer Test. Es gibt keinen Blutwert, der sie bei Fibromyalgie sicher nachweist. Wind-up und eine schwächere Schmerzbremse sind bei Fibromyalgie wiederholt gezeigt, kommen aber auch bei anderen chronischen Schmerzen vor. Die PET-Befunde zu aktivierten Gliazellen stammen aus einer einzelnen Studie mit kleiner Gruppe und brauchen Bestätigung. Die Befunde zur Small-Fiber-Neuropathie betreffen nicht alle Betroffenen, und die Richtung von Ursache und Folge ist unklar. Die Verbindung zwischen Vagusnerv, Schmerzbremse und Mikroglia ist ein Modell.

Zum Nachschlagen

Begriffe fürs Arztgespräch
  • Mein Nervensystem stellt Schmerz lauter: zentrale Sensitivierung (zentrale Sensibilisierung)
  • Berührung tut weh: Allodynie
  • Schmerz fühlt sich viel stärker an, als er sollte: Hyperalgesie
  • Wiederholter Druck wird immer schlimmer: zeitliche Summation (Wind-up)
  • Die Schmerzbremse funktioniert nicht: gestörte absteigende Schmerzhemmung, Conditioned Pain Modulation (CPM)
  • Brennen und Kribbeln in Händen und Füßen: Small-Fiber-Neuropathie, Hautbiopsie mit Nervenfaserdichte
  • Entzündung im Gehirn: Neuroinflammation, Mikroglia-Aktivierung
Wer klärt was

Ob eine Krankheit dahintersteckt und wie sie behandelt wird, klärt deine Ärztin. Seelische Last gehört zu deiner Therapeutin. Was du im Alltag für deine Regeneration tust, begleitet ein Mentor. Entscheiden tust du.

Ob eine Krankheit dahintersteckt und wie sie behandelt wird, klärt deine Ärztin. Nimm deine Beobachtungen und die Fragen aus diesem Artikel mit; was du für deine Regulation tust, läuft parallel weiter.

Häufige Fragen (4)

Bedeutet zentrale Sensitivierung, dass der Schmerz „eingebildet“ ist?

Nein. Zentrale Sensitivierung ist ein messbarer Vorgang im Nervensystem: Nervenzellen in Rückenmark und Gehirn haben ihre Schwelle gesenkt, und die körpereigene Schmerzbremse arbeitet schwächer (Woolf 2011, Staud et al. 2001). Der Schmerz ist echt. Er entsteht nur nicht dort, wo er sich anfühlt, sondern in der Verarbeitung.

Gibt es bei Fibromyalgie eine Entzündung im Gehirn?

Es gibt Hinweise darauf. Eine PET-Studie fand bei Menschen mit Fibromyalgie in mehreren Regionen der Großhirnrinde ein stärkeres Signal für aktivierte Gliazellen, die Immunzellen des Nervensystems (Albrecht et al. 2019). Gemeint ist keine Entzündung wie bei einer Hirnhautentzündung, sondern eine leise Aktivierung, die Nervenzellen empfindlicher machen kann. Der Befund muss noch bestätigt werden.

Warum helfen Schmerzmittel bei Fibromyalgie so schlecht?

Klassische Schmerzmittel wie Ibuprofen zielen vor allem auf Entzündung im Gewebe. Bei Fibromyalgie liegt der Kern aber in der Verarbeitung in Rückenmark und Gehirn (Clauw 2014). Medikamente, die im Nervensystem ansetzen, helfen einem Teil der Betroffenen. Welche für dich infrage kommen, klärt deine Ärztin.

Was ist Small-Fiber-Neuropathie und soll ich mich testen lassen?

Small-Fiber-Neuropathie ist eine Schädigung der dünnen Nervenfasern in der Haut. Sie wird meist über eine kleine Hautbiopsie festgestellt. Bei manchen Menschen mit Fibromyalgie ist sie nachweisbar (Oaklander et al. 2016). Ob ein Test bei dir sinnvoll ist, etwa bei Brennen oder Kribbeln in Händen und Füßen, klärt eine Neurologin mit dir.
Quellen (4)
  • Central sensitization: Implications for the diagnosis and treatment of pain
    Woolf C.J. – Pain (2011) DOI: 10.1016/j.pain.2010.09.030
  • Abnormal sensitization and temporal summation of second pain (wind-up) in patients with fibromyalgia syndrome
    Staud R., Vierck C.J., Cannon R.L. et al. – Pain (2001) DOI: 10.1016/s0304-3959(00)00432-2
  • What is the meaning of "small-fiber polyneuropathy" in fibromyalgia? An alternate answer
    Oaklander A.L., Herzog Z.D., Downs H.M. et al. – Pain (2016) DOI: 10.1097/j.pain.0000000000000526
  • The vagus nerve and the inflammatory reflex—linking immunity and metabolism
    Pavlov V.A., Tracey K.J. – Nature Reviews Endocrinology (2012) DOI: 10.1038/nrendo.2012.189
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