Wissen wird geladen…
Depression wird oft mit Rückzug assoziiert – weniger Aktivität, weniger Kontakt, weniger Herausforderung. Aber die Forschung zeigt ein paradoxes Bild: Gerade das Sich-Herausforderungen-Stellen – insbesondere in Form von Kraftsport – zeigt in Meta-Analysen konsistente antidepressive Effekte. Gordon et al. (2018) fanden in ihrer Meta-Analyse in JAMA Psychiatry, dass Resistance Exercise Training depressive Symptome signifikant reduziert. Gleichzeitig ist niedriges Testosteron – bei Männern und Frauen – mit depressiver Symptomatik assoziiert. Dieser Fachbeitrag verbindet die neurobiologischen Mechanismen von Kraftsport und Testosteron mit der Psychologie der Herausforderung – und fragt, ob sich dem Schwierigen zu stellen eine der ältesten Formen der Selbstregulation ist.
LesenIn den letzten Jahren wurden zunehmend metabolische Therapieansätze in der Psychiatrie untersucht, die Anorexie als sogenannte \"metabolisch-psychiatrische\" Erkrankung betrachten. Bei MOJO sagen wir dazu Neurometabolismus und wir bezeichnen in der Regenerationsmedizin die Anorexie ebenfalls als eine neurometabolische Erkrankung. Einer der Therapieansätze bei neurometabolischen Erkrankungen sind ketogene Diäten (KD), die eine langjährige Geschichte bei der Behandlung von Epilepsie haben und inzwischen auch bei anderen neurologischen und psychischen Erkrankungen angewendet werden. Eine neue Fallserie untersuchte, ob die ketogene Ernährung in Kombination mit der dissoziativen Substanz Ketamin besonders gute Effekte erzielen könnte. Ketamin und die ketogene Diät scheinen eine vielversprechende Kombination zur Behandlung von Anorexia Nervosa darzustellen. In einer Pilotstudie konnte bei zwei Patienten, die bereits seit über einem Jahrzehnt an dieser chronischen Essstörung litten, eine voll
LesenDie Wechselwirkung zwischen Ernährung und mentaler Gesundheit hat in den letzten Jahren zunehmend an Aufmerksamkeit gewonnen. Zwei kürzlich durchgeführte Studien haben erhellende Erkenntnisse geliefer
Lesen16 Artikel zu Depressionen — von schnellen Antworten bis zu tiefen Einblicken.
Der moderne Mensch verbringt über 90 Prozent seiner Zeit in geschlossenen Räumen – unter künstlichem Licht, in klimatisierten Büros, vor Bildschirmen. Gleichzeitig steigen Depressionszahlen weltweit. Das ist kein Zufall: Unser Körper hat sich über Hunderttausende von Jahren für ein Leben im Freien entwickelt. Sonnenlicht steuert die Serotoninsynthese, Vitamin D wirkt als Neurosteroid im Gehirn, Naturkontakt reguliert das autonome Nervensystem, und Bewegung beeinflusst BDNF, Neurogenese und die HPA-Achse. Dieser Fachbeitrag beschreibt die biologischen Mechanismen hinter dem, was zunehmend als Naturmangelsyndrom diskutiert wird – und warum die Rückkehr zu grundlegenden körperlichen Bedürfnissen neurobiologisch relevant ist.
LesenPsychische Erkrankungen wurden über Jahrzehnte hinweg als Krankheiten des Geistes betrachtet. In den frühen Tagen der Psychiatrie dominierten psychoanalytische Theorien von Freud und Jung, die psy
LesenDie moderne Psychiatrie betrachtet Depression primär als Krankheit – als biochemische Störung, die behandelt werden muss. Carl Gustav Jung sah das anders. Für Jung war Depression nicht nur Pathologie, sondern potenziell ein Signal der Psyche: ein Ruf zur Individuation, zur Integration abgespaltener Persönlichkeitsanteile, zum Werden dessen, was man wirklich ist. Moncrieff et al. (2022) zeigten, dass die Serotonin-Hypothese – die Grundlage des biochemischen Depressionsmodells – nicht durch konsistente Evidenz gestützt wird. Dieser Fachbeitrag fragt: Was bedeutet Depression, wenn sie nicht nur ein chemisches Ungleichgewicht ist? Und was hat Jungs Konzept des Schattens, der Nachtmeerfahrt und der Individuation einer rein biologischen Perspektive hinzuzufügen?
LesenDepression wird oft mit Rückzug assoziiert – weniger Aktivität, weniger Kontakt, weniger Herausforderung. Aber die Forschung zeigt ein paradoxes Bild: Gerade das Sich-Herausforderungen-Stellen – insbesondere in Form von Kraftsport – zeigt in Meta-Analysen konsistente antidepressive Effekte. Gordon et al. (2018) fanden in ihrer Meta-Analyse in JAMA Psychiatry, dass Resistance Exercise Training depressive Symptome signifikant reduziert. Gleichzeitig ist niedriges Testosteron – bei Männern und Frauen – mit depressiver Symptomatik assoziiert. Dieser Fachbeitrag verbindet die neurobiologischen Mechanismen von Kraftsport und Testosteron mit der Psychologie der Herausforderung – und fragt, ob sich dem Schwierigen zu stellen eine der ältesten Formen der Selbstregulation ist.
LesenDie Serotonin-Theorie der Depression ist nach wie vor einflussreich. In einer umfassenden Überprüfung haben Joanna Moncrieff und ihr Team die vorliegenden Beweise für einen Zusammenhang zwischen Depre
LesenPsychische Störungen sind ein allgegenwärtiges Phänomen, das das tägliche Leben von Millionen von Menschen auf der ganzen Welt betrifft. Eine Gemeinsamkeit vieler dieser Störungen ist die Störung des
LesenEine neue Studie hat auf eine interessante Weise zeigen können, dass natürliches Sonnenlicht bei der Behandlung von bipolarer Depression eine Rolle spielt. Bisher war bekannt, dass künstliches helles Licht eine positive Wirkung auf nicht-saisonale Depressionen hat. Die Autoren dieser Studie haben nu…
LesenEin wichtiger Meilenstein für die Forschung zur metabolischen Psychiatrie
LesenIn den letzten Jahren hat die Bedeutung der Ernährung für die psychische Gesundheit immer mehr an Aufmerksamkeit gewonnen. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass unsere Ernährung einen Einfluss auf unsere Stimmung und unser psychisches Wohlbefinden haben kann. Eine interessante Frage in diesem Zusammenhang ist, ob der Konsum von Fleisch eine Rolle bei der Entwicklung und Behandlung von Depressionen spielen kann. Wir haben die wichtigsten Studien analysiert. In einer Meta-Analyse wurde untersucht, ob es einen quantitativen Zusammenhang zwischen dem Verzehr oder der Vermeidung von Fleisch und psychischer Gesundheit gibt. Dabei wurden Depression und Angst als die beiden Hauptergebnisse betrachtet. Die Ergebnisse dieser Studie können wichtige Erkenntnisse für die öffentliche Gesundheitspolitik und die klinische Praxis liefern. Die Autoren führten eine systematische Literaturrecherche in fünf Online-Datenbanken durch und identifizierten 20 Studien, die den Auswahlkriterien entsprachen. Insg
LesenIn den letzten Jahren wurden zunehmend metabolische Therapieansätze in der Psychiatrie untersucht, die Anorexie als sogenannte \"metabolisch-psychiatrische\" Erkrankung betrachten. Bei MOJO sagen wir dazu Neurometabolismus und wir bezeichnen in der Regenerationsmedizin die Anorexie ebenfalls als eine neurometabolische Erkrankung. Einer der Therapieansätze bei neurometabolischen Erkrankungen sind ketogene Diäten (KD), die eine langjährige Geschichte bei der Behandlung von Epilepsie haben und inzwischen auch bei anderen neurologischen und psychischen Erkrankungen angewendet werden. Eine neue Fallserie untersuchte, ob die ketogene Ernährung in Kombination mit der dissoziativen Substanz Ketamin besonders gute Effekte erzielen könnte. Ketamin und die ketogene Diät scheinen eine vielversprechende Kombination zur Behandlung von Anorexia Nervosa darzustellen. In einer Pilotstudie konnte bei zwei Patienten, die bereits seit über einem Jahrzehnt an dieser chronischen Essstörung litten, eine voll
LesenDie Wechselwirkung zwischen Ernährung und mentaler Gesundheit hat in den letzten Jahren zunehmend an Aufmerksamkeit gewonnen. Zwei kürzlich durchgeführte Studien haben erhellende Erkenntnisse geliefer
LesenIn einer neuen randomisierten Studie wurde untersucht, ob Ärzte dazu neigen, ihre persönlichen Vorlieben offenzulegen, wenn Patienten mit der Frage \"Was würden Sie tun, wenn Sie an meiner Stelle wären, Herr Doktor?\" nach Rat suchen. Die Studie wurde mit 515 Psychiatern durchgeführt und umfasste zwei Entscheidungsszenarien: eines zur Behandlung von Depressionen und eines zur Behandlung von Schizophrenie. Die Ärzte wurden in drei verschiedenen Rollen getestet: als behandelnder Arzt, der eine Empfehlung abgibt, als Patient, der für sich selbst entscheidet, und als behandelnder Arzt, der nach der Frage des Patienten gefragt wird. Die Ergebnisse zeigten, dass Ärzte, die in ihrer Rolle als Patient entschieden, oft eine andere Behandlung wählten als diejenigen, die in ihrer Rolle als behandelnder Arzt eine Empfehlung abgaben. Die Ärzte neigten dazu, für sich selbst die weniger invasive Behandlungsoption zu wählen, während sie den Patienten die invasivere Option empfahlen. Darüber hinaus zei
LesenIn diesem Blogpost werden wir uns mit einer neuen Studie beschäftigen, die die Rolle von Mitochondrien in den Darmepithelzellen (IECs) bei Depressionen untersucht. Die Forschungsergebnisse legen nahe,
LesenEine neue Studie zeigt, dass führende psychiatrische Fachzeitschriften eher Studien mit positiven Ergebnissen veröffentlichen - und dass diese Studien häufig von Hauptautoren mit finanziellen Verbindungen zur Pharmaindustrie durchgeführt werden. Studien, die zu Ergebnissen kommen, die der Industrie …
LesenDepressionen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen weltweit und betreffen nach Schätzungen der WHO etwa 280 Millionen Menschen. Oft werden sie als rein psychologische Erkrankung betrachtet, doch wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass biochemische Prozesse – insbesondere solche, die von den B-Vitaminen beeinflusst werden – eine entscheidende Rolle spielen. Die Verbindung zwischen Methylierung, Homocystein und Neurotransmitter-Synthese wirft die Frage auf: Könnte ein Vitaminmangel an B12, B9 (Folat) und B6 Depressionen zumindest teilweise erklären? Etwa 10–30 % der älteren Bevölkerung leiden an einem Vitamin-B12-Mangel, doch auch junge Menschen können betroffen sein. Bei depressiven Patienten wurde in Studien ein auffallend hoher Anteil an Vitamin-B12-Mangel dokumentiert – bis zu 30 % der Betroffenen weisen niedrigere Werte auf als Gesunde. Ein Mangel an Vitamin B12 führt zu erhöhten Homocysteinspiegeln und beeinträchtigt die Synthese von S-Adenosylmethionin (SAM), eine
LesenEine kürzlich veröffentlichte Studie aus Stockholm, Schweden, untersuchte den Zusammenhang zwischen der Behandlung mit selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRIs) und dem Suizidrisiko bei Menschen mit einer Depression. Die Forscher verwendeten eine Methode namens \"Target Trial Emulation\", um die Auswirkungen der SSRI-Behandlung auf das suizidale Verhalten zu untersuchen. Dabei wurden Daten von über 160.000 Personen analysiert, die zwischen 2006 und 2018 in Stockholm County eine Depression diagnostiziert bekamen. Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass Personen unter 25 Jahren, die eine SSRI-Behandlung nach einer Depression erhalten hatten, ein erhöhtes Risiko für suizidales Verhalten aufwiesen im Vergleich zu Personen, die keine SSRI-Behandlung erhielten. Dies galt sowohl für die Intention-to-Treat-Analyse als auch für die Per-Protocol-Analyse. Bei Personen über 25 Jahren fand sich kein erhöhtes Suizidrisiko in Zusammenhang mit der SSRI-Behandlung. *Der Konsum von Antidepressi
LesenEntdecke weitere Themen aus dem Bereich Diagnosen & Krankheitsbilder.
Post-COVID-Syndrom und Long COVID: Spike-Protein-Persistenz, autonome Dysfunktion und chronische Immunaktivierung nach SARS-CoV-2-Infektion oder Impfung – biopsychosozial verstanden.
Schwere Erschöpfung und Post-Exertional Malaise.
Fibromyalgie als Störung der zentralen Schmerzverarbeitung: autonome Dysregulation (fehlender Vagotonus), Darm-Hirn-Achse, Linolsäure-Schmerzrezeptor-Achse und Atemtherapie als Zugang zum vegetativen Nervensystem.
Die häufigste Autoimmunerkrankung der Schilddrüse.
Insulinresistenz und Typ-2-Diabetes aus zellulärer Perspektive.
Mastzellaktivierung, Histaminintoleranz und immunologische Überreaktion.
In der MOJO Analyse ordnen wir gemeinsam ein, wo du stehst und welche nächsten Schritte Sinn machen.
MOJO Analyse entdecken