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Forschungsupdate · Diagnosen & Krankheitsbilder

Würden Psychiater bei sich selber die gleiche Behandlung durchführen, die sie ihren Patienten empfehlen?

In einer neuen randomisierten Studie wurde untersucht, ob Ärzte dazu neigen, ihre persönlichen Vorlieben offenzulegen, wenn Patienten mit der Frage \"Was würden Sie tun, wenn Sie an meiner Stelle wären, Herr Doktor?\" nach Rat suchen. Die Studie wurde mit 515 Psychiatern durchgeführt und umfasste zwei Entscheidungsszenarien: eines zur Behandlung von Depressionen und eines zur Behandlung von Schizophrenie. Die Ärzte wurden in drei verschiedenen Rollen getestet: als behandelnder Arzt, der eine Empfehlung abgibt, als Patient, der für sich selbst entscheidet, und als behandelnder Arzt, der nach der Frage des Patienten gefragt wird. Die Ergebnisse zeigten, dass Ärzte, die in ihrer Rolle als Patient entschieden, oft eine andere Behandlung wählten als diejenigen, die in ihrer Rolle als behandelnder Arzt eine Empfehlung abgaben. Die Ärzte neigten dazu, für sich selbst die weniger invasive Behandlungsoption zu wählen, während sie den Patienten die invasivere Option empfahlen. Darüber hinaus zei
Dr. Gerrit Kefersteinaktualisiert 3 Min. Lesezeit

Perspektivwechsel: In einer neuen randomisierten Studie wurde untersucht, ob Ärzte dazu neigen, ihre persönlichen Vorlieben offenzulegen, wenn Patienten mit der Frage "Was würden Sie tun, wenn Sie an meiner Stelle wären, Herr Doktor?" nach Rat suchen. Die Studie…

Dieser Artikel richtet sich an:

  • Ärzt:innen und Therapeut:innen, die neuroimmunologische Zusammenhänge in ihre Praxis integrieren möchten
  • Betroffene und Gesundheitsinteressierte, die aktuelle Forschung verstehen wollen
  • Fachkräfte in Ausbildung im Bereich Nervensystem & Neuroimmunologie

In einer neuen randomisierten Studie wurde untersucht, ob Ärzte dazu neigen, ihre persönlichen Vorlieben offenzulegen, wenn Patienten mit der Frage "Was würden Sie tun, wenn Sie an meiner Stelle wären, Herr Doktor?" nach Rat suchen. Die Studie wurde mit 515 Psychiatern durchgeführt und umfasste zwei Entscheidungsszenarien: eines zur Behandlung von Depressionen und eines zur Behandlung von Schizophrenie. Die Ärzte wurden in drei verschiedenen Rollen getestet: als behandelnder Arzt, der eine Empfehlung abgibt, als Patient, der für sich selbst entscheidet, und als behandelnder Arzt, der nach der Frage des Patienten gefragt wird.

Die Ergebnisse zeigten, dass Ärzte, die in ihrer Rolle als Patient entschieden, oft eine andere Behandlung wählten als diejenigen, die in ihrer Rolle als behandelnder Arzt eine Empfehlung abgaben. Die Ärzte neigten dazu, für sich selbst die weniger invasive Behandlungsoption zu wählen, während sie den Patienten die invasivere Option empfahlen. Darüber hinaus zeigte sich, dass die Frage "Was würden Sie tun, wenn Sie an meiner Stelle wären, Herr Doktor?" die Ärzte nicht dazu motivierte, ihre persönlichen Vorlieben offenzulegen. Sie blieben in ihrer professionellen Empfehlungsrolle und empfahlen in den meisten Fällen nicht die gleichen Behandlungsoptionen wie in ihrer Rolle als Patient.

Die Autoren der Studie schlagen vor, dass Ärzte versuchen sollten, herauszufinden, warum Patienten diese Frage stellen, und gemeinsam mit dem Patienten die bestmögliche Behandlungsoption identifizieren sollten.


Erkennen, Verstehen, Verändern

Dieser Forschungsartikel ist Teil des MOJO Wissens-Layers im Bereich Nervensystem & Neuroimmunologie. Die Regenerationsmedizin verbindet aktuelle Forschung mit konkreten Handlungsansätzen.

Für Betroffene und Gesundheitsinteressierte

Du möchtest wissen, was diese Forschung für deine persönliche Situation bedeutet? Die MOJO Analyse ordnet deine individuelle Gesundheitssituation im Kontext aktueller Wissenschaft ein.

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Für Fachkräfte

Du möchtest diese Erkenntnisse in deine Praxis integrieren? Die Grundausbildung Regenerationsmedizin vermittelt dir das vollständige Instrumentarium.

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Weiterführende Artikel im MOJO Wissen

Dieser Artikel wurde verfasst von Dr. Gerrit Keferstein, Arzt und Gründer des MOJO Instituts für Regenerationsmedizin. Die Darstellung dient der Orientierung und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung.

Das Fundament dahinter

In jeder Zelle sind Mitochondrien Sensor und Effektor: Sie spüren, ob Herausforderung oder Gefahr ansteht, und stellen danach Energie bereit oder schalten in den Schutzmodus, in der Forschung Cell Danger Response.

Von den drei Systemen spricht hier vor allem das Nervensystem, im Austausch mit dem Stoffwechsel (Neurometabolismus).

Was sich oft genug wiederholt, bleibt: Über das Körpergedächtnis werden aus Zuständen Eigenschaften, in beide Richtungen.

Von den sechs Ärzten der Regeneration spricht hier vor allem Dr. Nahrung; die ärztliche Behandlung läuft weiter.

Deine Entscheidung

Vor jedem Ausprobieren kannst du dich fragen:

  1. Ist es biologisch plausibel?
  2. Ist das Risiko klein?
  3. Hat deine Ärztin geklärt, dass keine Gefahr dahintersteckt?
  4. Kannst du es an dir beobachten?

Zum Nachschlagen

Wer klärt was

Ob eine Krankheit dahintersteckt und wie sie behandelt wird, klärt deine Ärztin. Seelische Last gehört zu deiner Therapeutin. Was du im Alltag für deine Regeneration tust, begleitet ein Mentor. Entscheiden tust du.

Wenn die seelische Last im Vordergrund steht, gehört sie in eine Psychotherapie, die genau das behandelt. Was dein Nervensystem im Alltag stabilisiert, läuft daneben weiter.

Quellen (1)
  • Physicians recommend different treatments for patients than they would choose for themselves
    Ubel P.A., Angott A.M., Zikmund-Fisher B.J. – Archives of Internal Medicine (2011)
“
Energie, Funktion und Struktur sind auf jeder Ebene der menschlichen Erfahrungswelt untrennbar miteinander verbunden.
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Nächster Mitmachabend: Mitmachabend Standort Rhein-Lahn Kreis (Diez/Limburg), 16. Oktober 2026, 19:00 Uhr CEST. Eintritt frei, einfach vorbeikommen.

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