Perspektivwechsel: In einer neuen randomisierten Studie wurde untersucht, ob Ärzte dazu neigen, ihre persönlichen Vorlieben offenzulegen, wenn Patienten mit der Frage "Was würden Sie tun, wenn Sie an meiner Stelle wären, Herr Doktor?" nach Rat suchen. Die Studie…
Dieser Artikel richtet sich an:
- Ärzt:innen und Therapeut:innen, die neuroimmunologische Zusammenhänge in ihre Praxis integrieren möchten
- Betroffene und Gesundheitsinteressierte, die aktuelle Forschung verstehen wollen
- Fachkräfte in Ausbildung im Bereich Nervensystem & Neuroimmunologie
In einer neuen randomisierten Studie wurde untersucht, ob Ärzte dazu neigen, ihre persönlichen Vorlieben offenzulegen, wenn Patienten mit der Frage "Was würden Sie tun, wenn Sie an meiner Stelle wären, Herr Doktor?" nach Rat suchen. Die Studie wurde mit 515 Psychiatern durchgeführt und umfasste zwei Entscheidungsszenarien: eines zur Behandlung von Depressionen und eines zur Behandlung von Schizophrenie. Die Ärzte wurden in drei verschiedenen Rollen getestet: als behandelnder Arzt, der eine Empfehlung abgibt, als Patient, der für sich selbst entscheidet, und als behandelnder Arzt, der nach der Frage des Patienten gefragt wird.
Die Ergebnisse zeigten, dass Ärzte, die in ihrer Rolle als Patient entschieden, oft eine andere Behandlung wählten als diejenigen, die in ihrer Rolle als behandelnder Arzt eine Empfehlung abgaben. Die Ärzte neigten dazu, für sich selbst die weniger invasive Behandlungsoption zu wählen, während sie den Patienten die invasivere Option empfahlen. Darüber hinaus zeigte sich, dass die Frage "Was würden Sie tun, wenn Sie an meiner Stelle wären, Herr Doktor?" die Ärzte nicht dazu motivierte, ihre persönlichen Vorlieben offenzulegen. Sie blieben in ihrer professionellen Empfehlungsrolle und empfahlen in den meisten Fällen nicht die gleichen Behandlungsoptionen wie in ihrer Rolle als Patient.
Die Autoren der Studie schlagen vor, dass Ärzte versuchen sollten, herauszufinden, warum Patienten diese Frage stellen, und gemeinsam mit dem Patienten die bestmögliche Behandlungsoption identifizieren sollten.
Erkennen, Verstehen, Verändern
Dieser Forschungsartikel ist Teil des MOJO Wissens-Layers im Bereich Nervensystem & Neuroimmunologie. Die Regenerationsmedizin verbindet aktuelle Forschung mit konkreten Handlungsansätzen.
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Dieser Artikel wurde verfasst von Dr. Gerrit Keferstein, Arzt und Gründer des MOJO Instituts für Regenerationsmedizin. Die Darstellung dient der Orientierung und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung.
Das Fundament dahinter
In jeder Zelle sind Mitochondrien Sensor und Effektor: Sie spüren, ob Herausforderung oder Gefahr ansteht, und stellen danach Energie bereit oder schalten in den Schutzmodus, in der Forschung Cell Danger Response.
Von den drei Systemen spricht hier vor allem das Nervensystem, im Austausch mit dem Stoffwechsel (Neurometabolismus).
Was sich oft genug wiederholt, bleibt: Über das Körpergedächtnis werden aus Zuständen Eigenschaften, in beide Richtungen.
Von den sechs Ärzten der Regeneration spricht hier vor allem Dr. Nahrung; die ärztliche Behandlung läuft weiter.
Deine Entscheidung
Vor jedem Ausprobieren kannst du dich fragen:
- Ist es biologisch plausibel?
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- Hat deine Ärztin geklärt, dass keine Gefahr dahintersteckt?
- Kannst du es an dir beobachten?