Häm-Eisen vs. Non-Häm-Eisen
Häm-Eisen vs. Non-Häm-Eisen — Häm-Eisen ist die an Protoporphyrin gebundene Eisenform aus tierischen Quellen (Hämoglobin, Myoglobin) mit einer Absorptionsrate von 15–35 %. Non-Häm-Eisen ist die ionische Eisenform aus pflanzlichen und tierischen Quellen mit einer Absorptionsrate von nur 2–20 %.
Hurrell & Egli (2010) dokumentierten in ihrem Review die fundamentalen Unterschiede: Häm-Eisen wird als intakter Porphyrin-Ring über den HCP1-Transporter (Heme Carrier Protein 1) aufgenommen – ein Mechanismus, der von den meisten Nahrungsfaktoren unbeeinflusst bleibt. Non-Häm-Eisen (Fe³⁺) muss erst durch duodenale Cytochrom-b-Reduktase zu Fe²⁺ reduziert werden und wird über DMT1 (Divalent Metal Transporter 1) absorbiert. Dieser Prozess wird durch Phytate (bis zu 80 % Hemmung, Schlemmer et al. 2009), Polyphenole, Tannine und Calcium gehemmt. Vitamin C ist der potenteste Enhancer. Bei rein pflanzlicher Ernährung wird ein um 80 % höherer Eisenbedarf beschrieben, um die geringere Bioverfügbarkeit auszugleichen.
— Die MOJO Perspektive
Eisen ist ein Schlüsselelement der mitochondrialen Elektronentransportkette. Ohne ausreichend Eisen keine optimale ATP-Produktion – und damit keine optimale Regeneration. Die Form des Eisens entscheidet, wie viel davon tatsächlich im System ankommt.
Das Wichtigste in Kürze
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- 2
- 3
— Erkennen · Verstehen · Verändern
Erkennen
Verstehen
Verändern
Quellen & Referenzen
- Iron bioavailability and dietary reference values
Hurrell R., Egli I. – The American Journal of Clinical Nutrition (2010)DOI: 10.3945/ajcn.2010.28674f
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Arzt · Regenerationsmedizin · Gründer des MOJO Instituts
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