Kälteexposition & KältetherapieTherapien & Interventionen

Glossar: Kälteexposition & Kältetherapie

Kurze, klare Erklärungen zu Fachbegriffen — zum Thema Kälteexposition & Kältetherapie.

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10 Glossar-Artikel zum Thema Kälteexposition & Kältetherapie.

Hormesis

Hormesis ist das biologische Prinzip, dass ein kleiner, kontrollierter Stressor eine positive Adaptation auslöst – die Dosis-Wirkungs-Kurve verläuft J-förmig. Kälte ist ein klassischer hormesischer Stressor.

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Vasokonstriktion und Vasodilatation

Vasokonstriktion (Gefäßverengung) und Vasodilatation (Gefäßerweiterung) sind die zentralen vaskulären Mechanismen bei Kälteexposition – sie erklären Schmerzlinderung, Entzündungshemmung und den typischen Wärmeeffekt nach dem Kältereiz.

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Ganzkörperkältetherapie (WBC)

Ganzkörperkältetherapie (Whole Body Cryotherapy, WBC) ist eine Kälteanwendung, bei der der gesamte Körper für 2–3 Minuten extrem kalter Luft (-85 bis -110°C) ausgesetzt wird – mit dem Ziel, systemische physiologische Adaptationen auszulösen.

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Diving Reflex (Tauchreflex)

Der Diving Reflex (Tauchreflex) ist ein Trigeminus-Vagus-Reflex: Kaltes Wasser im Gesicht löst Bradykardie, periphere Vasokonstriktion und Blutverschiebung zu den Organen aus – einer der schnellsten Wege, den Parasympathikus zu aktivieren.

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Thermogenese

Thermogenese ist die Wärmeproduktion im Körper – unterteilt in Zitter-Thermogenese (Muskelkontraktionen) und zitterfreie Thermogenese (braunes Fettgewebe, UCP1). Kälte ist der stärkste natürliche Trigger für beide Formen.

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Braunes Fettgewebe (BAT)

Braunes Fettgewebe (Brown Adipose Tissue, BAT) ist ein metabolisch aktives Gewebe, das – anders als weißes Fett – Energie nicht speichert, sondern als Wärme verbrennt. Die Entdeckung von funktionellem BAT bei Erwachsenen 2009 veränderte das Verständnis des Energiestoffwechsels.

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Kryotherapie

Kryotherapie ist der Oberbegriff für alle therapeutischen Kälteanwendungen – von der lokalen Eispackung über die Kaltwasserimmersion bis zur Ganzkörperkältekammer. Die Geschichte reicht bis Hippokrates zurück.

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Noradrenalin

Noradrenalin ist ein Katecholamin, das als Neurotransmitter und Hormon wirkt – verantwortlich für Aufmerksamkeit, Wachheit, Stimmung und Vasokonstriktion. Kälteexposition ist einer der stärksten natürlichen Trigger für einen Noradrenalin-Anstieg.

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Cold Shock Proteins

Cold Shock Proteins (CSPs) sind kälteinduzierte Proteine – insbesondere RBM3 und CIRP – die neuroprotektive, antiapoptotische und synapsenschützende Eigenschaften besitzen und durch Kälteexposition hochreguliert werden.

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Kaltadaptation

Kaltadaptation beschreibt die physiologische Gewöhnung an Kälte über Wochen und Monate – der Körper lernt, effizienter mit Kälte umzugehen, und die Stressantwort verändert sich messbar.

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