Perspektivwechsel: Eine neue Studie hat erstmals neuroinflammatorische Veränderungen bei Patienten mit Long COVID nachgewiesen. In diesem Artikel hatten wir bereits erklärt wie wir LongCOVID Patienten bereits seit etwa 2 Jahren auf Neuroinflammation behandeln. Die…
Dieser Artikel richtet sich an:
- Ärzt:innen und Therapeut:innen, die metabolische Zusammenhänge in ihre Praxis integrieren möchten
- Betroffene und Gesundheitsinteressierte, die aktuelle Forschung verstehen wollen
- Fachkräfte in Ausbildung im Bereich Regenerationsmedizin
Eine neue Studie hat erstmals neuroinflammatorische Veränderungen bei Patienten mit Long COVID nachgewiesen. In diesem Artikel hatten wir bereits erklärt wie wir LongCOVID Patienten bereits seit etwa 2 Jahren auf Neuroinflammation behandeln. Die Forschung wurde von Dr. Michael VanElzakker und seinem Team am Harvard/MIT Martinos Center for Biomedical Imaging durchgeführt und von der PolyBio Research Foundation unterstützt. Die Ergebnisse der hochauflösenden Bildgebungsstudie wurden in Form eines Preprints veröffentlicht.
Die Forscher verwendeten eine Methode namens Positronenemissionstomographie (PET), um die neuroimmunologische Aktivierung im Gehirn von Patienten mit Long COVID zu messen. Dabei fanden sie eine erhöhte Neuroinflammation in verschiedenen Gehirnregionen der Long COVID-Patienten im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen. Interessanterweise stellten sie fest, dass diese Neuroinflammation mit vaskulären Krankheitsfaktoren zusammenhing.
Das Team stellte fest, dass vaskuläre Faktoren wie Fibrinogen mit Neuroinflammation bei Long COVID korrelierten.
Um den Zusammenhang zwischen Neuroinflammation und vaskulärer Gesundheit zu untersuchen, maßen die Forscher verschiedene vaskuläre Gesundheitsfaktoren im Blut der Long COVID-Patienten. Sie fanden heraus, dass sechs vaskuläre Faktoren, darunter Fibrinogen und L-Selektin, signifikant mit der Neuroinflammation der Long COVID-Gruppe korrelierten. Dies deutet darauf hin, dass die Neuroinflammation bei Long COVID-Patienten mit vaskulären Problemen verbunden sein könnte.
Die Ergebnisse dieser Studie liefern wichtige Einblicke in die Pathophysiologie von Long COVID und könnten möglicherweise zur Entwicklung von Therapien und klinischen Studien beitragen. Weitere Forschungsarbeiten sind jedoch erforderlich, um die genauen Zusammenhänge zwischen Neuroinflammation, vaskulärer Dysfunktion und anderen Faktoren bei Long COVID zu verstehen.
Quelle:
VanElzakker, M. B., Bues, H. F., Brusaferri, L., Kim, M., Saadi, D., Ratai, E. M., … & Loggia, M. L. (2023). Neuroinflammation in post-acute sequelae of COVID-19 (PASC) as assessed by [11C]PBR28 PET correlates with vascular disease measures [Preprint]. BioRxiv. https://doi.org/10.1101/2023.10.19.5
Erkennen, Verstehen, Verändern
Dieser Forschungsartikel ist Teil des MOJO Wissens-Layers im Bereich Regenerationsmedizin. Die Regenerationsmedizin verbindet aktuelle Forschung mit konkreten Handlungsansätzen.
Für Betroffene und Gesundheitsinteressierte
Du möchtest wissen, was diese Forschung für deine persönliche Situation bedeutet? Die MOJO Analyse ordnet deine individuelle Gesundheitssituation im Kontext aktueller Wissenschaft ein.
Für Fachkräfte
Du möchtest diese Erkenntnisse in deine Praxis integrieren? Die Grundausbildung Regenerationsmedizin vermittelt dir das vollständige Instrumentarium.
→ Grundausbildung Regenerationsmedizin entdecken
Weiterführende Artikel im MOJO Wissen
- Cholesterin richtig interpretieren: Die komplette Wissenschaft
- Behandlung des Lipoedems mit ketogener Diaet: Verlauf einer 22-monatigen Beobachtung
- Blutfette unter ketogener Nahrung bei bipolarer Stoerung
- Das durchschnittliche Gehirn enthaelt 8 Gramm Mikroplastik
- Der Einfluss von Ernaehrungsgewohnheiten auf das Risiko von COVID-19 - Eine ausfuehrliche Analyse
Dieser Artikel wurde verfasst von Dr. Gerrit Keferstein, Arzt und Gründer des MOJO Instituts für Regenerationsmedizin. Die Darstellung dient der Orientierung und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung.