Fibromyalgie wird oft als „unheilbare Schmerzerkrankung" vermittelt — ein Narrativ, das evidenzbasiert hinterfragt werden muss. Neue Forschung zeigt: Zentrale Sensitivierung ist kein Endzustand, sondern ein neuroplastischer Prozess, der prinzipiell reversibel ist.

Zentrale Sensitivierung: Das Schmerzverarbeitungssystem ist hochreguliert, nicht dauerhaft geschädigt
Limitationen
Die Heterogenität der Fibromyalgie bedeutet, dass keine einzige Intervention bei allen Betroffenen wirkt. Die Evidenz für „Reversibilität" kommt überwiegend aus Studien mit moderater Qualität und variabler Endpunktdefinition. „Remission" wird uneinheitlich definiert — von Schmerzreduktion über ACR-Kriterien bis zu Patient-Reported Outcomes. Zudem ist der Einfluss von Komorbidität (Depression, Angst, MCAS, Schlafapnoe) auf den Verlauf erheblich und oft unzureichend kontrolliert. Die Aussage „Fibromyalgie ist reversibel" darf nicht als Garantie verstanden werden, sondern als Anerkennung des neuroplastischen Potenzials.
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Häufige Fragen
Können sich Nerven bei Small-Fiber-Neuropathie regenerieren?
Ist Bewegung bei Fibromyalgie nicht kontraproduktiv?
Welche Rolle spielt die Psyche bei Fibromyalgie?
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Quellen & Referenzen
- Small fibre pathology in patients with fibromyalgia syndromeÜçeyler N, Zeller D, Kahn AK, Kewenig S, Kittel-Schneider S, Schmid A, et al. – Brain (2013) DOI: 10.1093/brain/awt053
- Protective and Damaging Effects of Stress Mediators
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Wir betrachten Evidenz als Gesamtbild: Mechanistische Studien, Beobachtungsdaten, klinische Erfahrung und – wenn verfügbar – randomisierte Studien fließen gemeinsam in unsere Bewertung ein. Jede Aussage benennt transparent ihre Evidenzbasis.
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