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Fachbeitrag · Regenerationsmedizin

Fortbildung chronische Erkrankungen: Der Überblick für Ärzte und Therapeuten

Dr. Gerrit Kefersteinaktualisiert 3 Min. Lesezeit
In 30 Sekunden

Klassische CME-Fortbildung ist gut für enge Updates, aber selten tief genug für komplexe chronische Erkrankungen. Ich unterscheide drei Arten von Fortbildung: Punkte-Sammeln, Methoden-Wochenenden und ein zusammenhängendes System über ein Jahr. Unsere Grundausbildung Regenerationsmedizin ist die dritte Art, keine Konkurrenz zur klassischen Fortbildung, sondern die Ergänzung, die für echte Systemtiefe bei chronischen Fällen fehlt. Dein rechtlicher Scope als Arzt oder Therapeut bleibt dabei unverändert.

Wofür Fortbildungspunkte gedacht sind, und wofür nicht

Als Arzt sammle ich wie jede:r Kolleg:in Fortbildungspunkte. Ein Nachmittag, ein Referent, ein Thema, ein Zertifikat. Das funktioniert gut für ein neues Medikament, eine neue Leitlinie, ein enges Update. Es funktioniert schlecht für etwas wie chronische Erschöpfung, MCAS oder ein regenerationsmedizinisches Polytrauma, wo zehn Systeme gleichzeitig verschoben sind und ein Nachmittag nicht reicht, um das Denken dahinter zu verändern.

Das ist keine Kritik am CME-System. Es ist für etwas anderes gebaut. Aber wenn du bei chronischen Erkrankungen wirklich weiterkommen willst, reicht Punkte-Sammeln allein nicht.

Drei Arten von Fortbildung, die ich in diesem Feld sehe

Die erste Art ist die klassische CME-Fortbildung: Ein Thema, ein Termin, ein Zertifikat. Gut für Aktualität, schlecht für Systemtiefe. Die zweite Art sind Wochenend-Seminare zu einer einzelnen Methode, Ernährung, Mikronährstoffe, eine bestimmte Labordiagnostik. Gut für ein Werkzeug mehr im Koffer, aber ohne größeren Rahmen bleibt es ein Einzelteil ohne Bild.

Die dritte Art ist das, was wir mit der Grundausbildung Regenerationsmedizin versuchen: ein Jahr, ein System, wiederkehrende Live-Begleitung. Nicht als Ersatz für die ersten beiden Arten, sondern als das, was dazwischen fehlt, ein zusammenhängendes Denkmodell, an das du einzelne Fortbildungen andocken kannst, statt sie isoliert im Kopf zu behalten.

Arzt-Mentor-Modell: ärztliche Diagnostik und Medikation bleiben, Mentoring ergänzt die Begleitung im Alltag
Das Arzt-Mentor-Modell: Fortbildung, die dein Fachwissen erweitert, ohne deine bestehende Rolle zu ersetzen.

Was in klassischer Fortbildung oft fehlt

Ich habe in der Anästhesie gelernt, in Minuten zu handeln. Bei chronischer Gesundheit brauchst du etwas anderes, ein Verständnis, wie Stoffwechsel, Nervensystem und Immunsystem über Monate zusammenspielen, und wie du das mit einem Menschen bespricht, der nicht in einer Notaufnahme liegt, sondern seit Jahren erschöpft ist. Die meisten CME-Formate sind für Ersteres gebaut, nicht für Letzteres.

Deshalb sehe ich in unserer Grundausbildung keine Konkurrenz zu klassischer Fortbildung, sondern eine Ergänzung mit anderem Zeithorizont: 14 Module über ein Jahr, wöchentliche Live-Calls, 1-zu-1-Mentoring, damit das Gelernte nicht Theorie bleibt, sondern an echten Fällen durchgearbeitet wird.

Für Ärzte und Therapeuten gilt derselbe Scope wie überall bei uns

Egal welche Fortbildung du wählst, unsere oder eine andere: Diagnostik und Medikation bleiben ärztliche oder therapeutische Kernkompetenz. Was sich verändert, ist die Tiefe deines Verständnisses und die Art, wie du Patient:innen über Monate begleitest, nicht dein rechtlicher Rahmen. Nach unserer Grundausbildung trägst du den Titel CHRONISCH GESUND Mentor, mit bestehender Heilerlaubnis zusätzlich Therapeut für Regenerationsmedizin. Beides ist eine Erweiterung deines Fachwissens, keine neue Zulassung.

Was die einzelnen Stufen unseres Akademie-Pfads konkret bedeuten, habe ich in Regenerationsmedizin-Ausbildung beschrieben. Was der Titel im Berufsalltag praktisch bedeutet, in Chronisch Gesund als Beruf.

Wie du für dich entscheidest

Wenn du regelmäßig CME-Punkte sammelst und trotzdem das Gefühl hast, bei komplexen chronischen Fällen an einer Wand zu stehen, ist das genau die Lücke, die ein System wie unseres schließen will. Wenn du gerade akut Wissen zu einem engen Thema brauchst, ist ein klassisches Fortbildungsformat vermutlich die schnellere und richtigere Wahl.

Unten findest du das Quiz. Zwei Minuten, ehrliche Einordnung, ob ein einjähriges System oder eine punktuelle Fortbildung besser zu deiner aktuellen Situation passt.

Das Wichtigste in Kürze

  • 1Klassische CME-Fortbildung ist für enge, aktuelle Themen gebaut, nicht für die Systemtiefe komplexer chronischer Fälle.
  • 2Es gibt drei Arten von Fortbildung: Punkte-Sammeln, Methoden-Wochenenden, und ein zusammenhängendes System über längere Zeit.
  • 3Unsere Grundausbildung ist die dritte Art: ein Jahr, 14 Module, wöchentliche Live-Calls, 1-zu-1-Mentoring.
  • 4Diagnostik und Medikation bleiben unverändert ärztliche oder therapeutische Kernkompetenz, unabhängig von der gewählten Fortbildung.
  • 5Titel nach Abschluss: CHRONISCH GESUND Mentor, mit bestehender Heilerlaubnis zusätzlich Therapeut für Regenerationsmedizin.

Häufige Fragen

Ersetzt die Grundausbildung meine reguläre CME-Fortbildungspflicht?
Nein, das ist ein anderes System mit anderem Zweck. Unsere Grundausbildung ergänzt dein Fachwissen um ein systemisches Verständnis chronischer Gesundheit, sie ersetzt nicht deine offizielle Fortbildungspflicht als Arzt oder Therapeut.
Für wen ist diese Art Fortbildung besonders relevant?
Für alle, die im Praxisalltag regelmäßig an komplexen, chronischen Fällen arbeiten, bei denen einzelne Fortbildungen zu einzelnen Themen nicht mehr ausreichen, um das Gesamtbild zu verstehen.
Brauche ich als Arzt eine zusätzliche Zulassung für den Titel Therapeut für Regenerationsmedizin?
Nein, es ist keine neue Heilerlaubnis. Der Titel setzt eine bestehende, staatlich anerkannte Qualifikation voraus und erweitert dein Fachwissen um das systemische Regenerationsmedizin-Modell.

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