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Fachbeitrag · Regenerationsmedizin

Physisches Praxismaterial — Flipchart, Poster und Laborsystem im Einsatz

Dr. Gerrit Kefersteinaktualisiert 5 Min. Lesezeit
In 30 Sekunden

CHRONISCH GESUND liefert echtes Praxismaterial zu RMOS: das MOJO Flipchart für Deep Learning im Erstgespräch (Anamnese → Befundung → Steelmanning → Flipchart → Praxis), das Poster-Set für Orientierung und gemeinsame Sprache im Raum zwischen den Terminen, und optional das MOJO Laborsystem mit vier Profilen (Stoffwechsel → Nervensystem → Immun → Darm) plus Laborguide und Laborrechner im Campus. Drei Werkzeuge, ein System — physisch erlebbar, nicht nur digital.

Warum physisches Material — wenn es doch einen Campus gibt?

Der Aha-Moment passiert selten nur am Bildschirm. Wenn jemand vor dir sitzt und sagt: „Kannst du bitte den Schalter drücken?" — dann braucht es etwas, das er anfassen und sehen kann. Nicht als Deko. Als Werkzeug.

Deswegen gehört zu RegenerationsmedizinOS (Stufe 3) ein physisches Materialpaket: MOJO Flipchart, Poster-Set und optional das MOJO Laborsystem. Digitaler Campus, Community und Live-Calls liefern den Prozess. Das Material macht das System im Raum erlebbar — für dich und für die Menschen, die du begleitest.

Drei Praxismaterialien: Flipchart für Gespräch, Poster für Orientierung, Labor für systemische Tiefe
Flipchart für den Moment des Verstehens. Poster für die Sprache, die bleibt. Labor für die systemische Tiefe — optional, nicht Pflicht.

MOJO Flipchart — Kommunikationsschnittstelle, kein Foliensatz

MOJO Flipchart-System für Gespräche in der Praxis
Das MOJO Flipchart — aufgeklappt im Gespräch, nicht als Vortrag von der Wand.

Das Flipchart ist kein Nachschlagewerk und keine PowerPoint an Papier. Es ist die Schnittstelle zwischen deinem systemischen Wissen und dem Erleben des Menschen vor dir. Drei Ebenen gleichzeitig:

  • Essenz — dein Menschenbild, Kohärenzgefühl, Wofür statt endloses Warum
  • Substanz — System-Triade, sechs Ärzte der Regeneration, Regenerationsmedizin als Brille
  • Format — welche Seite du wann aufschlägst, wann du den Stift gibst, wann du schweigst

Du erhältst das Flipchart im RMOS-Verlauf — nach abgeschlossenem Modul 5 (Immunsystem) bestätigst du im Campus deine Lieferadresse, dann kommt das Paket.

Der Ersttermin in fünf Schritten

So nutze ich das Flipchart im 1:1 — nicht als Monolog, sondern als Prozess:

  1. Anamnese — „Was führt dich hierher?" Immer den Menschen hinter den Fakten hören.
  2. Befundung — Signale erheben: Haltung, Haut, Sprache, Temperatur — nicht nur subjektive Symptome.
  3. Steelmanning — zweimal: erst seine Worte zurückspiegeln, dann Anamnese und Befund mit deiner Brille verbinden. Ehrlich, wenn es nicht passt.
  4. Deep Learning — jetzt das Flipchart: Zusammenhänge sehen. System-Triade, Symptomweg vs. Ursachenweg, Krisenkompetenz. Der Moment, in dem jemand nickt und sagt: „Das ergibt Sinn."
  5. Praxis — ein Schritt bei einem der sechs Ärzte der Regeneration. Atem, Bewegung, Ernährung — Handwerk. Das Flipchart begleitet Schritte 1–4. Schritt 5 ist Körperarbeit.

Captain Obvious: Wer das Flipchart wie eine Folienpräsentation abarbeitet, verliert den Menschen. Wer es als Landkarte nutzt, auf der ihr gemeinsam zeichnet — der schafft Erklärbarkeit. Und Erklärbarkeit ist der Anfang von Handhabbarkeit.

Poster-Set — Orientierung und gemeinsame Sprache

MOJO Poster-Set für Wartezimmer und Gruppenräume
Poster-Set — sichtbar im Raum, nicht im Schrank versteckt.

Poster sind das Gegenteil vom Flipchart: Dauer-Orientierung, nicht aktives Gesprächswerkzeug. Sie hängen im Wartezimmer, im Gruppenraum, im Beratungszimmer — dort, wo Menschen warten, nachdenken oder zwischen zwei Terminen sind.

Wofür sie da sind:

  • Gemeinsame Sprache — System-Triade, Regenerationsmedizin vs. Akutmedizin, sechs Ärzte der Regeneration. Deine Klient:innen sehen die Begriffe, bevor du sie erklärst — und wieder, nachdem du sie erklärt hast.
  • Brücke zwischen Terminen — „Schau auf Poster drei — wo würdest du dich diese Woche einordnen?" Hausaufgaben mit visuellem Anker.
  • Gruppenformate — Mitmachabend, Tag 1, Workshops: alle im Raum teilen dieselbe Landkarte.

Eine Heilpraktikerin aus unserem Netzwerk sagte es treffend: „Endlich Material, das ich meinen Patienten in die Hand drücken kann." Genau das — nicht als Flyer, sondern als Referenz, die im Raum bleibt.

Unterschied kurz: Flipchart = Session, aktiv, du und der Mensch. Poster = Raum, passiv, Orientierung über Wochen.

MOJO Laborsystem — vier Profile statt 50 Einzelwerte

MOJO Laborsystem mit vier Laborprofilen
MOJO Laborsystem — optional, ergänzt Anamnese und Befundung, ersetzt sie nicht.

Labor ist bei uns optional — aber wenn du es nutzt, dann systemisch. Nicht: „Ferritin niedrig → Tablette." Sondern: Welches Profil limitiert das System? Was ist der nächste plausible Hebel?

Vier Profile — in dieser Reihenfolge:

  1. Stoffwechselprofil (gold) — Energie, Leber, Mikronährstoffe, Schilddrüse. Die Basis. Bei unklarer Erschöpfung startest du hier, nicht beim Stuhltest.
  2. Nervensystemprofil (cyan) — Stressachse, Schlaf, Regulation. Zweite Ebene.
  3. Immunprofil (violett) — Entzündung, oxidativer Stress. Oft Folge, selten alleinige Ursache.
  4. Darmprofil (rot) — Barriere, Mikrobiom, Zytokine. Spiegel der drei anderen Systeme — kommt zuletzt.

Im Campus findest du den Laborguide mit über 60 Parametern — jede Lektion als Karteikarte mit QR-Code für die Sprechstunde. Dazu der MOJO Laborrechner: Laborblatt scannen, Muster erkennen, Profile einordnen. HWG-konform: Orientierung und Bildung — finale therapeutische Entscheidung bleibt beim Arzt, wo nötig.

Stufendiagnostik — nicht alles sofort

Präzisionsmedizin heißt nicht „64 Marker bei jedem Menschen". Es heißt priorisieren:

  • Stufe 1: Stoffwechsel-Basispanel bei neuen Klient:innen
  • Stufe 2: Immun + Nerv bei Entzündungs- oder Stress-Hinweisen
  • Stufe 3: Darm, wenn die ersten Profile auf intestinale Beteiligung hindeuten

Das Kipppunkt-Prinzip: Ein Wert allein ist oft harmlos. Im Cluster wird er zum Schlüssel — z. B. Ferritin „normal" bei niedrigem fT3 und chronischer Erschöpfung.

Wie die drei Materialien zusammenspielen

Stell dir einen typischen Verlauf vor:

  • Erstgespräch: Flipchart — Deep Learning, System sichtbar machen
  • Wartezeit bis Folgetermin: Poster — Klient:in ordnet sich selbst ein
  • Nach vier bis sechs Wochen, wenn Tiefe nötig: Labor — Stoffwechselprofil, dann gezielt erweitern
  • Folgetermin: wieder Flipchart — neue Seite, nächster Schritt bei einem der sechs Ärzte der Regeneration

Campus-Wissen wird physisch erlebbar. Deine Klient:innen nehmen etwas mit, das nicht im Browser-Tab verschwindet, wenn der Laptop zuklappt.

Das passt in das größere Bild: Wirksamkeit braucht Formate und Material — nicht nur Fakten. Die Einordnung steht im Artikel Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit. Die Begleitung in Stufe 3 — Community, Live-Calls, 1-zu-1 — im Artikel Stufe 3: Community und Begleitung. Den Akademie-Pfad insgesamt im Artikel Chronisch Gesund als Beruf.

Wenn du prüfen willst, ob RMOS und das Materialpaket zu dir passen — unten das Quiz. Zwei Minuten. Ehrliche Einordnung.

Die MOJO Perspektive

Visuelles Material macht abstrakte Zusammenhänge (HPA-Achse, Triade) in der Praxis greifbar. Es entsteht ein gemeinsamer Referenzrahmen zwischen Therapeut:in und Patient:in – besser als rein verbale Erklärung. Gesundheit entsteht, wenn die Mitochondrien genug Lebensenergie produzieren und diese Energie über Nervensystem, Immunsystem und Stoffwechsel optimal verteilt wird. Wie man das erreicht, vermitteln wir im Kurs LEBENSENERGIE für Betroffene und in der Grundausbildung Regenerationsmedizin für Fachkräfte.

Das Wichtigste in Kürze

  • 1MOJO Flipchart: Kommunikationsschnittstelle für Essenz, Substanz und Format — Lieferung nach RMOS-Modul 5, Einsatz vor allem in Schritten 1–4 des Ersttermins.
  • 2Poster-Set: Dauer-Orientierung im Wartezimmer und Gruppenraum — gemeinsame Sprache zwischen den Sessions, nicht Ersatz für das Gespräch.
  • 3MOJO Laborsystem: vier Profile in fester Reihenfolge, optional — Stufendiagnostik statt 64 Marker bei jedem Menschen.
  • 4Zusammenspiel: Flipchart im Gespräch, Poster im Raum, Labor für systemische Tiefe — Campus bleibt der rote Faden.
  • 5Laborguide und Laborrechner im Campus ergänzen die physischen Materialien digital.

Häufige Fragen

Wann bekomme ich das MOJO Flipchart?
Nach Abschluss von RMOS-Modul 5 (Immunsystem) im Campus. Du bestätigst einmalig deine Lieferadresse — dann versenden wir das physische Flipchart-Paket. Poster und Labor-Materialien sind Teil des RMOS-Materialpakets bzw. über Campus-Tools (Laborguide) verfügbar.
Brauche ich Labor für RMOS?
Nein — Labor ist optional. Es ergänzt Anamnese und Befundung, ersetzt sie nicht. Wenn du Labor nutzt, denkst du in vier Profilen (Stoffwechsel, Nervensystem, Immun, Darm) statt in isolierten Einzelwerten. Finale therapeutische Verantwortung bleibt beim Arzt, wo erforderlich.
Was ist der Unterschied zwischen Flipchart und Poster?
Flipchart = aktives Gesprächswerkzeug in der Session: du schlägst Seiten auf, zeigst Zusammenhänge, erzeugst Aha-Momente. Poster = passive Raum-Orientierung: hängen sichtbar, geben gemeinsame Sprache, wirken zwischen den Terminen und in Gruppenformaten. Beides gehört zusammen — unterschiedliche Jobs.
Kann ich das Material auch ohne eigenen Standort nutzen?
Ja — für 1:1-Mentoring, Workshops und Gruppenformate in deiner Praxis. Ab RMOS lernst du die Formate; das Material macht sie vor Ort erlebbar. Standortlizenzen (Mitmachabend, Tag 1, Workshops) sind ein zusätzlicher Schritt — nicht Voraussetzung, das Flipchart zu nutzen.

Verwandte Artikel

Quellen & Referenzen

  • Das automatisierte Laborsystem im Städtischen Krankenhaus München-Harlaching — Funktion und Wirtschaftlichkeit
    M. Knedel, K. P. Killian – Datenverarbeitung im Gesundheitswesen (1976) DOI: 10.1007/978-3-642-66480-9_20

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