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Glossar: Ernährung

Kurze, klare Erklärungen zu Fachbegriffen — zum Thema Ernährung.

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37 Glossar-Artikel zum Thema Ernährung.

DIAAS – Digestible Indispensable Amino Acid Score

DIAAS ist der moderne Standard zur Bewertung der Proteinqualität – und zeigt systematische Unterschiede zwischen pflanzlichen und tierischen Proteinquellen.

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Immunneutral

Immunneutral beschreibt ein Ernährungsparadigma, das Nahrung über ihre immunologische Wirkung definiert: Fordern ohne zu überfordern. Nicht historisch (Paleo), nicht nur restriktiv (AIP), nicht makrofixiert (Low Carb) – sondern physiologisch fundiert.

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Eliminationsdiät

Eine Eliminationsdiät ist ein diagnostisches Protokoll, bei dem potenziell reaktive Lebensmittel vorübergehend entfernt und anschließend einzeln reintroduziert werden – der Goldstandard zur Identifikation individueller Nahrungsmitteltrigger.

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Methylcobalamin (bioaktives Vitamin B12)

Methylcobalamin ist die bioaktive Form von Vitamin B12, die der Körper direkt als Cofaktor für die Methylierung verwendet – ohne enzymatische Konversion.

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L-Carnitin

L-Carnitin transportiert langkettige Fettsäuren in die Mitochondrien – ohne Carnitin keine Beta-Oxidation. Veganer haben konsistent niedrigere Spiegel.

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Healthy User Bias

Der Healthy User Bias ist ein systematischer Verzerrungsfehler in Ernährungsstudien: Menschen, die sich gesünder ernähren, leben oft auch insgesamt gesünder – was die Zuordnung von Gesundheitseffekten zur Ernährung selbst erschwert.

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Acetoacetat

Acetoacetat ist der erste Ketonkörper, der in der Leber synthetisiert wird – Vorläufer von BHB und Aceton und ein eigenständiger Energieträger für Gehirn und Muskeln.

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Häm-Eisen vs. Non-Häm-Eisen

Häm-Eisen (tierisch) hat eine Absorptionsrate von 15–35 %, Non-Häm-Eisen (pflanzlich) von nur 2–20 %. Diese Unterschiede sind klinisch relevant – besonders bei veganer Ernährung.

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Ketose

Ketose ist ein metabolischer Zustand, in dem die Leber Ketonkörper aus Fettsäuren produziert – evolutionär konserviert, therapeutisch nutzbar und biochemisch weit mehr als nur ein alternativer Brennstoff: BHB hemmt das NLRP3-Inflammasom, reguliert die Genexpression und schützt Neuronen.

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Neuroprotektion

Neuroprotektion beschreibt Mechanismen und Interventionen, die Nervenzellen vor Schädigung und Degeneration schützen – Ketonkörper zeigen in Studien ausgeprägte neuroprotektive Eigenschaften.

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Ballaststoffe (Präbiotika)

Ballaststoffe sind unverdauliche Pflanzenfasern, die das Darmmikrobiom füttern und über die SCFA-Produktion Entzündung, Darmbarriere und Stoffwechsel regulieren.

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Metabolische Flexibilität

Metabolische Flexibilität beschreibt die Fähigkeit des Körpers, effizient zwischen verschiedenen Energiequellen – Glukose und Fettsäuren/Ketonkörper – zu wechseln.

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Gluconeogenese

Gluconeogenese ist die hepatische Neusynthese von Glukose aus Nicht-Kohlenhydrat-Vorstufen – ein normaler, nachfragegesteuerter Stoffwechselweg, der die Blutglukoseversorgung bei Null-Kohlenhydrat-Ernährung sicherstellt.

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Oxalate

Oxalate sind organische Säuren in Pflanzen wie Spinat, Rhabarber und Nüssen, die Kalzium binden (chelieren) und die Mineralstoffaufnahme reduzieren können – einer der Gründe, warum pflanzliche Nährstoffdichte differenzierter betrachtet werden muss.

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Solanine

Solanine sind Glykoalkaloide in Nachtschattengewächsen (Kartoffeln, Tomaten, Paprika, Auberginen), die als pflanzliche Abwehrstoffe fungieren. Sie hemmen die Acetylcholinesterase und können die Darmbarriere-Integrität beeinträchtigen.

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Phytinsäure (Phytate)

Phytinsäure ist die Speicherform von Phosphor in Samen, Getreide und Hülsenfrüchten – und der stärkste Einzelinhibitor der Non-Häm-Eisen-Absorption.

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Histaminarme Ernährung

Histaminarme Ernährung ist eine Strategie zur Reduktion der Histamin-Gesamtlast im Körper. Du erfährst, was dahintersteckt, welche Lebensmittel betroffen sind und wie sie bei MCAS und Histaminintoleranz helfen kann.

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Omega-6-Fettsäuren

Omega-6-Fettsäuren sind essenzielle Fettsäuren mit proinflammatorischem Potenzial - das Verhältnis zu Omega-3 beeinflusst den Entzündungsstatus grundlegend.

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Zonulin

Zonulin ist der einzige bekannte physiologische Modulator von intestinalen Tight Junctions. Es reguliert die Darmpermeabilität und wird unter anderem durch Gliadin induziert – ein Schlüsselmechanismus für die Verbindung zwischen Nahrung und Immunaktivierung.

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Bioverfügbarkeit tierischer Nährstoffe

Bioverfügbarkeit beschreibt den Anteil eines Nährstoffs, der tatsächlich absorbiert und vom Körper verwertet wird – Häm-Eisen wird 2–15x besser absorbiert als pflanzliches Eisen, fast die Hälfte aller Europäer konvertiert Beta-Carotin genetisch bedingt schlecht, und die ALA→DHA-Konversion liegt bei Männern unter 1 %.

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Lektine

Lektine sind kohlenhydratbindende Proteine in Pflanzen – insbesondere in Hülsenfrüchten, Getreide und Nachtschattengewächsen –, die an Glykoproteine des Darmepithels binden und die intestinale Permeabilität beeinflussen können.

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Gliadin

Gliadin ist die alkohollösliche Fraktion des Glutenproteinkomplexes und der zentrale immunologische Trigger bei Zöliakie. Auch unabhängig von Zöliakie aktiviert Gliadin das angeborene Immunsystem über CXCR3-Rezeptoren und induziert Zonulin-Freisetzung.

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Resolvine

Resolvine sind Specialized Pro-Resolving Mediators (SPMs) – Lipidmediatoren aus Omega-3-Fettsäuren, die Entzündungsprozesse aktiv auflösen statt sie nur zu unterdrücken. Sie bilden das Gegengewicht zur Entzündungsinitiation.

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NLRP3-Inflammasom

Das NLRP3-Inflammasom ist ein intrazellulärer Multiproteinkomplex, der Gefahrensignale erkennt und die Freisetzung von IL-1β und IL-18 auslöst – ein zentraler Treiber steriler Entzündung, der durch Beta-Hydroxybutyrat (Ketonkörper) gehemmt wird.

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Butyrat (Buttersäure)

Butyrat ist eine kurzkettige Fettsäure, die von Darmbakterien aus Ballaststoffen produziert wird - sie dient als Hauptenergieträger der Darmschleimhautzellen und reguliert Entzündungsprozesse über HDAC-Hemmung.

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Ketogene Ratio

Die ketogene Ratio beschreibt das Verhältnis von Fett zu Protein+Kohlenhydraten in der Diät – sie bestimmt die Tiefe und Stabilität der Ketose.

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Retinol vs. Beta-Carotin (Vitamin A)

Retinol ist die bioaktive Form von Vitamin A – Beta-Carotin ist die pflanzliche Vorstufe, deren Konversion bei fast der Hälfte der Bevölkerung genetisch eingeschränkt ist.

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Glykämischer Index (GI)

Der Glykämische Index ist ein Maß für die Blutzuckerwirkung kohlenhydrathaltiger Lebensmittel - er beeinflusst Insulinantwort, Energieverfügbarkeit und metabolische Gesundheit.

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Menachinon (Vitamin K2)

Vitamin K2 (Menachinon) aktiviert Osteocalcin und Matrix-Gla-Protein – essenziell für Knochenaufbau und Gefäßschutz. Die Konversion von pflanzlichem K1 zu K2 ist im menschlichen Körper minimal.

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Histamin

Histamin ist ein biogenes Amin mit zentraler Rolle in der Immunregulation, Magensäureproduktion und Neurotransmission. Die Histaminintoleranz beschreibt ein Ungleichgewicht zwischen Histaminakkumulation und Abbaukapazität (DAO/HNMT).

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Ketoazidose

Ketoazidose ist eine potenziell lebensbedrohliche Stoffwechselentgleisung bei absolutem Insulinmangel – fundamental verschieden von der physiologischen Ketose.

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Beta-Hydroxybutyrat (BHB)

Beta-Hydroxybutyrat ist der primäre zirkulierende Ketonkörper (~78 % der Gesamtketone) und fungiert gleichzeitig als Energieträger und als Signalmolekül mit epigenetischen und immunmodulatorischen Eigenschaften.

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MCT-Öl

MCT-Öl enthält mittelkettige Triglyceride, die direkt in der Leber zu Ketonkörpern umgewandelt werden – ohne den Umweg über die Lymphe und Carnitin-abhängigen Transport.

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Tight Junctions (Schlussleisten)

Tight Junctions sind die Verschlussstellen zwischen Darmepithelzellen - sie regulieren die intestinale Permeabilität und sind der Schlüssel zum Verständnis von Leaky Gut.

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Refeeding-Syndrom

Das Refeeding-Syndrom ist eine potenziell lebensbedrohliche Komplikation bei zu schneller Wiedereinführung von Kohlenhydraten nach längerer Ketose oder Fasten.

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Keto-Grippe (Keto Flu)

Die Keto-Grippe beschreibt die Symptome der metabolischen Adaptationsphase in den ersten 1–3 Wochen ketogener Ernährung – primär verursacht durch Elektrolytverschiebungen.

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Linolsäure

Linolsäure (18:2n-6) ist eine essenzielle Omega-6-Fettsäure, die in Samenölen konzentriert vorkommt – in der modernen Ernährung wird sie im Übermaß konsumiert, und ihre oxidierten Metabolite stehen im Zusammenhang mit intestinaler Entzündung.

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