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32 Glossar-Artikel zum Thema Ernährung.
DIAAS ist der moderne Standard zur Bewertung der Proteinqualität – und zeigt systematische Unterschiede zwischen pflanzlichen und tierischen Proteinquellen.
LesenImmunneutral beschreibt ein Ernährungsparadigma, das Nahrung über ihre immunologische Wirkung definiert: Fordern ohne zu überfordern. Nicht historisch (Paleo), nicht nur restriktiv (AIP), nicht makrofixiert (Low Carb) – sondern physiologisch fundiert.
LesenEine Eliminationsdiät ist ein diagnostisches Protokoll, bei dem potenziell reaktive Lebensmittel vorübergehend entfernt und anschließend einzeln reintroduziert werden – der Goldstandard zur Identifikation individueller Nahrungsmitteltrigger.
LesenMethylcobalamin ist die bioaktive Form von Vitamin B12, die der Körper direkt als Cofaktor für die Methylierung verwendet – ohne enzymatische Konversion.
LesenL-Carnitin transportiert langkettige Fettsäuren in die Mitochondrien – ohne Carnitin keine Beta-Oxidation. Veganer haben konsistent niedrigere Spiegel.
LesenDer Healthy User Bias ist ein systematischer Verzerrungsfehler in Ernährungsstudien: Menschen, die sich gesünder ernähren, leben oft auch insgesamt gesünder – was die Zuordnung von Gesundheitseffekten zur Ernährung selbst erschwert.
LesenAcetoacetat ist der erste Ketonkörper, der in der Leber synthetisiert wird – Vorläufer von BHB und Aceton und ein eigenständiger Energieträger für Gehirn und Muskeln.
LesenHäm-Eisen (tierisch) hat eine Absorptionsrate von 15–35 %, Non-Häm-Eisen (pflanzlich) von nur 2–20 %. Diese Unterschiede sind klinisch relevant – besonders bei veganer Ernährung.
LesenKetose ist ein metabolischer Zustand, in dem die Leber Ketonkörper aus Fettsäuren produziert – evolutionär konserviert, therapeutisch nutzbar und biochemisch weit mehr als nur ein alternativer Brennstoff: BHB hemmt das NLRP3-Inflammasom, reguliert die Genexpression und schützt Neuronen.
LesenNeuroprotektion beschreibt Mechanismen und Interventionen, die Nervenzellen vor Schädigung und Degeneration schützen – Ketonkörper zeigen in Studien ausgeprägte neuroprotektive Eigenschaften.
LesenMetabolische Flexibilität beschreibt die Fähigkeit des Körpers, effizient zwischen verschiedenen Energiequellen – Glukose und Fettsäuren/Ketonkörper – zu wechseln.
LesenGluconeogenese ist die hepatische Neusynthese von Glukose aus Nicht-Kohlenhydrat-Vorstufen – ein normaler, nachfragegesteuerter Stoffwechselweg, der die Blutglukoseversorgung bei Null-Kohlenhydrat-Ernährung sicherstellt.
LesenOxalate sind organische Säuren in Pflanzen wie Spinat, Rhabarber und Nüssen, die Kalzium binden (chelieren) und die Mineralstoffaufnahme reduzieren können – einer der Gründe, warum pflanzliche Nährstoffdichte differenzierter betrachtet werden muss.
LesenSolanine sind Glykoalkaloide in Nachtschattengewächsen (Kartoffeln, Tomaten, Paprika, Auberginen), die als pflanzliche Abwehrstoffe fungieren. Sie hemmen die Acetylcholinesterase und können die Darmbarriere-Integrität beeinträchtigen.
LesenPhytinsäure ist die Speicherform von Phosphor in Samen, Getreide und Hülsenfrüchten – und der stärkste Einzelinhibitor der Non-Häm-Eisen-Absorption.
LesenHistaminarme Ernährung ist eine Strategie zur Reduktion der Histamin-Gesamtlast im Körper. Du erfährst, was dahintersteckt, welche Lebensmittel betroffen sind und wie sie bei MCAS und Histaminintoleranz helfen kann.
LesenZonulin ist der einzige bekannte physiologische Modulator von intestinalen Tight Junctions. Es reguliert die Darmpermeabilität und wird unter anderem durch Gliadin induziert – ein Schlüsselmechanismus für die Verbindung zwischen Nahrung und Immunaktivierung.
LesenBioverfügbarkeit beschreibt den Anteil eines Nährstoffs, der tatsächlich absorbiert und vom Körper verwertet wird – Häm-Eisen wird 2–15x besser absorbiert als pflanzliches Eisen, fast die Hälfte aller Europäer konvertiert Beta-Carotin genetisch bedingt schlecht, und die ALA→DHA-Konversion liegt bei Männern unter 1 %.
LesenLektine sind kohlenhydratbindende Proteine in Pflanzen – insbesondere in Hülsenfrüchten, Getreide und Nachtschattengewächsen –, die an Glykoproteine des Darmepithels binden und die intestinale Permeabilität beeinflussen können.
LesenGliadin ist die alkohollösliche Fraktion des Glutenproteinkomplexes und der zentrale immunologische Trigger bei Zöliakie. Auch unabhängig von Zöliakie aktiviert Gliadin das angeborene Immunsystem über CXCR3-Rezeptoren und induziert Zonulin-Freisetzung.
LesenResolvine sind Specialized Pro-Resolving Mediators (SPMs) – Lipidmediatoren aus Omega-3-Fettsäuren, die Entzündungsprozesse aktiv auflösen statt sie nur zu unterdrücken. Sie bilden das Gegengewicht zur Entzündungsinitiation.
LesenDas NLRP3-Inflammasom ist ein intrazellulärer Multiproteinkomplex, der Gefahrensignale erkennt und die Freisetzung von IL-1β und IL-18 auslöst – ein zentraler Treiber steriler Entzündung, der durch Beta-Hydroxybutyrat (Ketonkörper) gehemmt wird.
LesenDie ketogene Ratio beschreibt das Verhältnis von Fett zu Protein+Kohlenhydraten in der Diät – sie bestimmt die Tiefe und Stabilität der Ketose.
LesenRetinol ist die bioaktive Form von Vitamin A – Beta-Carotin ist die pflanzliche Vorstufe, deren Konversion bei fast der Hälfte der Bevölkerung genetisch eingeschränkt ist.
LesenVitamin K2 (Menachinon) aktiviert Osteocalcin und Matrix-Gla-Protein – essenziell für Knochenaufbau und Gefäßschutz. Die Konversion von pflanzlichem K1 zu K2 ist im menschlichen Körper minimal.
LesenHistamin ist ein biogenes Amin mit zentraler Rolle in der Immunregulation, Magensäureproduktion und Neurotransmission. Die Histaminintoleranz beschreibt ein Ungleichgewicht zwischen Histaminakkumulation und Abbaukapazität (DAO/HNMT).
LesenKetoazidose ist eine potenziell lebensbedrohliche Stoffwechselentgleisung bei absolutem Insulinmangel – fundamental verschieden von der physiologischen Ketose.
LesenBeta-Hydroxybutyrat ist der primäre zirkulierende Ketonkörper (~78 % der Gesamtketone) und fungiert gleichzeitig als Energieträger und als Signalmolekül mit epigenetischen und immunmodulatorischen Eigenschaften.
LesenMCT-Öl enthält mittelkettige Triglyceride, die direkt in der Leber zu Ketonkörpern umgewandelt werden – ohne den Umweg über die Lymphe und Carnitin-abhängigen Transport.
LesenDas Refeeding-Syndrom ist eine potenziell lebensbedrohliche Komplikation bei zu schneller Wiedereinführung von Kohlenhydraten nach längerer Ketose oder Fasten.
LesenDie Keto-Grippe beschreibt die Symptome der metabolischen Adaptationsphase in den ersten 1–3 Wochen ketogener Ernährung – primär verursacht durch Elektrolytverschiebungen.
LesenLinolsäure (18:2n-6) ist eine essenzielle Omega-6-Fettsäure, die in Samenölen konzentriert vorkommt – in der modernen Ernährung wird sie im Übermaß konsumiert, und ihre oxidierten Metabolite stehen im Zusammenhang mit intestinaler Entzündung.
LesenIn der MOJO Analyse ordnen wir gemeinsam ein, wo du stehst und welche nächsten Schritte Sinn machen.
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