Gesamt-Cholesterin
Gesamt-Cholesterin · Gesamt-Cholesterin = LDL + HDL + VLDL + IDL + Lp(a). Nur ~1/3 diätetisch, ~2/3 endogen hepatisch (HMG-CoA-Reduktase = Statin-Target). Einzelwert nicht therapieleitend — immer im Profil mit LDL, HDL, TG, Non-HDL, ApoB interpretieren. Ziel-Korridor 150–200 mg/dL; > 310 → FH-Abklärung; < 120 → sekundäre Ursache (Leber, Schilddrüse, Malabsorption) ausschließen. Hypothyreose + nephrotisches Syndrom immer prüfen.
Gesamt-Cholesterin = LDL + HDL + VLDL + IDL + Lp(a). Nur ~1/3 diätetisch, ~2/3 endogen hepatisch (HMG-CoA-Reduktase = Statin-Target). Einzelwert nicht therapieleitend — immer im Profil mit LDL, HDL, TG, Non-HDL, ApoB interpretieren. Ziel-Korridor 150–200 mg/dL; > 310 → FH-Abklärung; < 120 → sekundäre Ursache (Leber, Schilddrüse, Malabsorption) ausschließen. Hypothyreose + nephrotisches Syndrom immer prüfen.
Laborreferenz beschreibt statistische Normalität — funktionell interessant ist oft der optimale Bereich (ca. 150–200 mg/dL). Orientierung aus dem MOJO Laborguide: Maximal < 200 · Optimal 150–200 · Minimal 120 mg/dL. Ein Wert „im Normbereich“ heißt nicht automatisch, dass du dich optimal versorgt fühlst.
, Die MOJO Perspektive
Gesamt-Cholesterin ist der Ausgangspunkt der Lipidbeurteilung, aber als Einzelwert wenig aussagekräftig. Im Stoffwechselprofil nutzen wir es vor allem, um die Friedewald-Formel zu plausibilisieren und das Verhältnis zu HDL zu berechnen. Sehr niedrige Werte (unter 150 mg/dl) können auf Leberfunktionsstörung, Malabsorption oder Hyperthyreose hinweisen und verdienen ebenso Aufmerksamkeit wie erhöhte Werte.
Das Wichtigste in Kürze
- 1Gesamt-Cholesterin (Serum (nüchtern empfohlen)) — Summenwert aller Cholesterin-Fraktionen — als Einzelwert unscharf, erst im Lipid-Profil (LDL/HDL/TG/ApoB/Lp(a)) aussagekräftig.
- 2Optimalbereich im Laborguide: 150–200 mg/dL — Labor-„Normal“ ist nicht gleich funktionell optimal.
- 3Erhöht im Alltag oft: Klinisch stumm über Jahrzehnte (silent risk factor); Xanthelasmen, Arcus lipoides corneae (< 45 J. → FH-Verdacht)
- 4Erniedrigt im Alltag oft: Meist sekundär: Hyperthyreose, Leberinsuffizienz, Malabsorption; Schwere Unterernährung, chronische Inflammation, Malignom
- 5Nächster Schritt: Muster mit Co-Markern und Fachperson besprechen statt Einzelzahl fürchten oder ignorieren.
, Erkennen · Verstehen · Verändern
Erkennen
Verstehen
Verändern
Quellen & Referenzen
- Low-density lipoproteins cause atherosclerotic cardiovascular disease. 1. Evidence from genetic, epidemiologic, and clinical studiesFerence B.A., Ginsberg H.N., Graham I. et al. – European Heart Journal (2017) DOI: 10.1093/eurheartj/ehx144
- Total cholesterol and all-cause mortality by sex and age: a prospective cohort study among 12.8 million adults
Wie wir Evidenz bewerten
Wir betrachten Evidenz als Gesamtbild: Mechanistische Studien, Beobachtungsdaten, klinische Erfahrung und – wenn verfügbar – randomisierte Studien fließen gemeinsam in unsere Bewertung ein. Jede Aussage benennt transparent ihre Evidenzbasis.
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Arzt · Regenerationsmedizin · Gründer des MOJO Instituts
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