Immunoptimierung in Corona-Zeiten

Immunoptimierung in Corona-Zeiten

Wir hatten 4 Pandemien seit 2009. Seit 1980 ist die Inzidenz der globalen Ausbrüche von Pandemien/Epidemien stetig geklettert. Wir leben in einer Ära der Pandemien. COVID-19 ist nur EINE der vielen Symptome globaler Pandemien, die sich in den letzten Jahren globalisiert haben. Und es werden viele weitere Folgen.
 
Bei viralen Erkrankungen geht es immer um den Virus und um den Wirt. Ohne Virus keine Krankheit. Ohne Wirt keine Krankheit.
Wir reden in unserer Gesellschaft alle sehr viel über das Virus.
Wir reden über das eine Virus als ob es nur das eine Virus gäbe. Es gibt allerdings zahlreiche. Vor dem neuen Coronavirus kamen viele Viren die Menschen getötet und/oder schwer krank gemacht haben und es werden noch viele andere Viren folgen.
 
Wir reden außerdem sehr viel über das Virus und sehr wenig über den Wirt. Wir reden sehr wenig über interindividuellen Unterschiede der verschiedenen Wirte (Menschen), die uns erklären können wann eine Infektion eine reine Infektion bleibt und wann eine Infektion zu einer Krankheit oder sogar dem Tod wird.
 
Wir sind aktuell noch zu unachtsam uns im Detail mit diesen interindividuellen Unterschieden auseinanderzusetzen.
Und das ist fahrlässig, denn selbst wenn wir das aktuelle Coronavirus inaktivieren, stoppen könnten, oder dafür einen Impfstoff entwickeln könnten, dann wird ein weiteres Virus kommen. Und spannenderweise sind die Immunantworten des Wirts (der Menschen) sehr uniform unabhängig davon WELCHES Virus uns befällt.
 
Einfach gesagt : Wenn wir Risikogruppe sind, dann sind wir Risikogruppe. Für jedes Virus.
 
Und in diesem Wort „Risikogruppe“ steckt viel mehr Handlungsspielraum als man denkt. Was eine Risikogruppe zu einer Risikogruppe macht ist NICHT das Alter. Sondern es ist eine individuelle Immunsignatur bestehend aus einer geringen Ausprägung protektiver immunologischer Marker und einer hohen Ausprägung schädlicher immunologischer Marker. Alterung ist einer der vielen Gründe für diese nachteilige Immunsignatur. Wir finden diese nachteilige Immunsignatur jedoch auch bei jungen Leuten.
 
Die individuelle Immunsignatur ist der wichtigste determinierende Faktor, der darüber bestimmt ob man krank wird, stirbt oder komplett gesund bleibt. Sogar wichtiger als eine Virusinfektion. Denn eine Virusinfektion wird kommen. Egal mit welchem Virus.
 
Die Forschergruppe um Professor Purvesh Khatri hat in 2020 unterstrichen, dass es individuelle Immunsignaturen gibt, die uns anfällig machen für alle Infektionen. Viral, Parasitär, Bakteriell. Unabhängig vom Erreger. Das was uns anfällig macht an einer Grippe zu erkranken oder gar zu versterben, sind die gleichen Immunsignaturen, die uns anfällig machen am Coronavirus zu erkranken oder gar zu versterben.
 
 
 
Diese individuelle Immunsignatur ist bestimmt durch genetische Faktoren, die wir inzwischen messen können. Es gibt zahlreiche genetische Orte die identifiziert wurden, die bestimmend für die Immunsignatur sind. 
 
Die individuelle Immunsignatur ist von zahlreichen anderen epigenetischen Faktoren abhängig deren Aktivität wir hoch und runterregulieren können durch unseren täglichen Lebensstil.
 
Einer der wichtigsten Faktoren ist die Insulinresistenz. Die Insulinresitenz löst in unserem Immunsystem die gleiche Immunsignatur aus wie als wenn man zig Jahre gealtert wäre. Deshalb sind Menschen mit (Pre)diabetes ja auch so viel gefährdeter als Menschen mit einem gesunden Stoffwechsel. Und das gilt für ALLE Viruserkrankungen. Das ist kein besonderes Feature des Coronavirus. Alle Viruserkrankungen.
 
Wenig Schlaf, Wenig Bewegung, Mikronährstoffmängel, Mangel an Kälte/Hitze, Nahrungsüberversorgung sind sehr eindeutig und nachgewiesenermaßen alles Dinge, die unsere Immunsignatur so verändern, dass wir zu einer Risikogruppe werden.
 
Mikronährstoffoptimierung, Bewegung, Kälte, Liebe, unregelmäßige Nahrung sind Angewohnheiten und Taten, die unsere Immunsignatur so verändern, dass wir die Risikogruppe verlassen.
 
Wir fokussieren uns sehr auf das Virus. Wir halten Abstand, testen, testen, testen und entwickeln Impfstoffe. Super. Ein sehr wichtiger Aspekt fehlt mir bei der ganzen Sache. Die Aufklärung, die Handlungsempfehlungen, die bundesweiten Maßnahmen um die menschliche Immunsignatur der gesamten Bevölkerung so zu verändern, dass wir SEHR viel IMMUNER gegen so etwas wie ein Coronavirus werden. Die Evidenz ist da. Jetzt fehlt noch unsere Aufmerksamkeit, unsere Handlung und unsere Aufrichtigkeit das zu Erkennen und in die Tat umzusetzen.
 
Die wichtigsten Tests um die individuelle Immunsignatur zu bestimmen :
– Nüchterninsulin und HOMA-Index
– CD8+ Functional Sensitivity Test
– Vitamin D Status
– Vitamin C Status
– Omega-3 Fettsäurenstatus
 
Die besten Methoden um die Immunsignatur zu optimieren:
– Waldspaziergänge (holt euch Kratzer)
– Unregelmäßig essen / Fasten
– Kälte / Eisbäder
– Mikronährstoffversorgung (Vit.D, O3, Zn, Mg…)
– Schlaf
– Stressreduktion (Achtsamkeit)
– soziale Interaktion, Lachen und Lieben
 

Damit das Immunsystem optimal funktioniert braucht es drei Fähigkeiten :

  1. Eine frühe und entschlossene Reaktion
  2. Ein präzises Vorgehen
  3. Eine Selbstlimitierung (Keine Überreaktion)

Während der Coronaviruspandemie 2019/2020 gab es viele Leute, die das Virus gut überstanden haben, und es gab einige Menschen, die in einem kritischen Zustand auf der Intensivstation beatmungspflichtig wurden und sogar gestorben sind. Die Menschen, die einen kritischen Zustand entwickelt haben, haben drei Gemeinsamkeiten1 : 

  1. Geringere Interferonlevel (ungenügende Immunreaktion)
  2. Eine geringere Anzahl und Funktionalität von CD8+ Zellen (fehlende Immunpräzision)
  3. Erhöhte Zytokinlevel (fehlende Selbstlimitierung des Immunsystems)

Wir wollen dir in diesem Artikel ganz genau erklären was es mit diesen drei Qualitäten auf sich hat und wie man diese drei Qualitäten messen und verbessern kann.

Ausserdem wollen wir dir erklären warum Menschen mit Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck und anderen entzündlichen Erkrankungen ein bis zu 7-fach erhöhtes Risiko haben an einer Infektion wie dem Coronavirus zu versterben2. Der Schlüssel liegt nämlich im Immunsystem.

Den ausführlichen Artikel mit allen wissenschaftlichen Referenzen findest du weiter unten. Hier erstmal ein praktisches Video um die Fragen zu beantworten :
1) Wie verhindere ich eine Infektion am besten?
2) Wie überstehe ich eine Infektion am besten?

 

Anpassungsfähigkeit des Immunsystems messen und optimieren

1)   Eine frühe und entschlossene Reaktion

Eine der ersten Aktivitäten eines gut funktionierenden Immunsystems im Falle eines Infektes ist eine ausgeprägte Ausschüttung von Interferon. Interferone machen dem gesamten Organismus den Ernst der Lage klar und leiten alle weiteren Schritte des Immunsystems ein.3

Interferone werden als Sofortreaktion auf Pathogene oder andere Gefahren ausgeschüttet. Diese Pathogene oder andere Gefahren hinterlassen molekulare Spuren, die sich „Pathogen-assoziierte molekulare Muster (PAMP)“ nennen. 

  • Interferone leiten die Aktivität der natürlichen Killerzellen ein (NK-Zellaktivität wird verbessert)
  • Interferone blockieren eine weitere Virusvermehrung in den Zellen
  • Interferone markieren Zellen für den präzisen Angriff von Lymphozyten 

Die Sequenz ist also PAMP (wie z.B. Corona) betritt den Körper -> Interferon wird ausgeschüttet -> das restliche Immunsystem wird mobilisiert.

Die Coronaviruspandemie von 2019/2020 ist durch ein 300 Millionen Jahre altes Virus ausgelöst worden, welches (vermutlich durch Insertion/Kreuzung) rapide mutiert ist und dadurch eine unbekannte Gefahr wurde, die zu berechtigten, weltweiten Lockdowns führte. In Anbetracht einer unbekannten, exponentiellen Gefahr ist Lockdown die richtige Strategie.

Dieses Virus ist hauptsächlich bei Fledermäusen und Nagetieren „zu Hause“. Diese Tiere werden durch das Coronavirus jedoch nicht krank. Das hat mehrere Gründe. Ein wichtiger dieser Gründe ist, dass Fledermäuse und Nagetiere eine ausgeprägte Interferon-Antwort auf das Coronavirus haben.4,5 Es hat sich auch gezeigt, dass das neue Coronavirus (SARS-Cov-2) sensibel auf Interferone reagiert.6,7 Interferone werden auch als Medikament eingesetzt in der Behandlung anderer schwerer viraler Infektionen. Sie sind allerdings als Medikament sehr teuer und haben ein breites Nebenwirkungsspektrum.

 

Vitamin C & Interferone

Interferone werden vermehrt produziert, wenn der Körper ausreichend Vitamin C Reserven hat.8 Bei Nagetieren und einigen Fledermäusen besteht interessanterweise die evolutionäre Fähigkeit, dass sie ihr eigenes Vitamin C produzieren können was ein Grund für eine andere Infektanfälligkeit ist.9 Wir Menschen können das leider nicht. Durch eine ausreichende externe Vitamin C Versorgung wird jedoch die menschliche Fähigkeit Interferone zu produzieren verbessert.10–13

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2) Präzise Immunantwort 

Bei einer präzisen Immunantwort werden vom Immunsystem ausschliesslich die Zellen angegriffen, die ein Antigen (ein Gefahrenstoff wie ein Virus, Bakterium oder Giftstoff) enthalten. Dazu ist es wichtig, dass der Gefahrenstoff in der Zelle vom Immunsystem erkannt wird. Dazu muss die Zelle „markiert“ werden. Das funktioniert über MHC Oberflächenantigene, die -von einer befallen Zelle- wie eine Warnflagge geschwenkt werden, um auf sich aufmerksam zu machen. Zum anderen ist es wichtig, dass möglichst wenig Kollateralschaden entsteht bei dem das Immunsystem auch andere (noch gesunde) Zellen angreift. Eine unpräzise Immunantwort, die auch vermehrt gesunde Zellen angreift ist beim neuen Coronavirus einer der wichtigen Gründe warum Menschen intensivpflichtig werden können. Denn bei diesen Menschen werden sehr grosse Bereiche der Lunge vom Immunsystem bearbeitet was dazu führt, dass die Lunge mit Flüssigkeit zuläuft und sie dadurch immer schlechter atmen können.14

CD8+ T-Helferzellen

Bei der Präzision der Immunantwort spielen die CD8+ T-Helferzellen eine grosse Rolle. Sie gehören zur Klasse der „regulatorischen T-Helferzellen“. Sie regulieren eine Immunantwort und sorgen dafür, dass präzise angegriffen wird ohne zu einer Überreaktion zu führen.15 Während der Anfangsphase einer Virusinfektion steigt im besten Fall die Anzahl der CD8 + T-Zellen, die eine zentrale Rolle bei der Virusabwehr spielen, signifikant an. Bei ordnungsgemäßer Funktion induzieren die CD8+ T-Zellen nach Aktivierung den Zelltod (Apoptose) der Virus-infizierten Zelle, indem sie den hoch toxischen Inhalt (Perforin, Granzyme) ihrer zytoytoxischen Granulen entlassen. 

Eine Serie von drei grossen Studien, die in der Immunologie viel Aufsehen erregt haben, zeigt sehr eindrücklich wie abhängig T-Helferzellen von Insulin sind. Insulin aktiviert diese Zellen. Im Status einer Insulinresistenz (diese haben etwa 30% aller Deutschen!!) sind die T-Helferzellen jedoch “blind” und können das neue Coronavirus nicht angreifen.

Functional Sensitivity Test zur Analyse einer frühen und präzisen Immunreaktion

Während der Coronaviruspandemie von 2019/2020 hat man gelernt, dass Menschen, die eine schlechte Funktion der CD8+ Immunzellen haben, schwerer von einer Infektion betroffen sind.16,17

Mit Hilfe eines so genannten „Functional Sensitivity Tests“ kann man die Funktion und Aktivierbarkeit von CD8+ Immunzellen gegenüber einem Virus der Gruppe COVID-19, Coronaviren, Influenzaviren, Rhinoviren, Respiratory-Syncytial-Virus (RSV), Metapneumovirus (MPV) bestimmen. Kurz : Man quantifiziert die Präzision des Immunsystems.

Der „functional sensitivity“ Test zeigt objektiv an, ob und in welchem Maße (quantitativ) die CD8+- T-Zellen auf den Angriff eines Virus reagieren können. 

Da die Funktion von T-Zellen, insbesondere auch der CD8-T-Zellen, maßgeblich durch die zelluläre Bioenergetik beeinflusst wird, lässt sich die „functional sensitivity“ der körpereigenen CD8-T-Zellen positiv beeinflussen. Dies gelingt insbesondere durch die Stärkung der Mitochondrien, die die zelluläre Bioenergetik koordinieren. Auch die Funktion der mitochondrialen Bioenenergetik lässt sich mit Labortests quantifizieren.

Bei uns im MOJO Institut für Regenerationsmedizin kannst du eine Laborbestimmung des Functional Sensitivity Tests und deiner mitochondrialen Funktion durchführen lassen.


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3)   Selbstlimitierung

Der dritte entscheidende Faktor für eine gute Immunfunktion ist die Fähigkeit zur Selbstlimitierung. In der Coronaviruspandemie von 2019/2020 sind viele Menschen gestorben, weil das Immunsystem sich nicht selbst limitieren konnte. Aus einer fehlenden Selbstlimitierung können so genannte „Zytokinstürme“ resultieren. Auch hierbei ist ein Unterschied zwischen Mensch und Fledermaus festzustellen. Während der Mensch am Coronavirus schwer erkranken und versterben kann, ist die Fledermaus fast immun gegen das Virus. Das liegt einerseits daran, dass Fledermäuse eine stärkere Interferonantwort haben (siehe Teil 1 : Die frühe Reaktion), und daran, dass einige Fledermäuse ihr eigenes Vitamin C produzieren können, aber es liegt auch daran, dass Fledermäuse nicht zu „Zytokinstürmen“ neigen, weil bei ihnen das biochemische Molekül was dafür verantwortlich ist, nicht so aktiv ist wie beim Menschen. Das NLRP3 Inflammosom.18

Warum stirbt man eigentlich an Infekten wie dem neuen Coronavirus?

Die Dynamik bei den allermeisten viralen Atemswegsinfekten ist, dass das Virus die Nasen- und Rachenschleimhäute befällt und dann in Richtung Lunge wandert. Ein Virus kann sich nicht selber fortpflanzen. Es kapert unsere Zellen und bringt unsere Zellen dazu virus-spezifische Proteine zu produzieren. Das Immunsystem reagiert mit einer ausgeprägten Interferon-Antwort wodurch das restliche Immunsystem mobilisiert wird. Dabei kann es zu einem Temperaturanstieg kommen, der dem Immunsystem hilft das Virus loszuwerden. Funktionale CD8+ Zellen markieren befallene Zellen und helfen dem Immunsystem zwischen befallenen und nicht befallenen Zellen zu unterscheiden. Makrophagen und natürliche Killerzellen (NK-Zellen) greifen die befallenen Zellen an und sorgen dafür, dass diese Zellen einen Selbstmord begehen. Dieser programmierte Zelltod nennt sich Apoptose. Dieser Prozess dauert einige Tage in denen man Husten, Schnupfen, Fieber und Gelenkschmerzen hat (Das sind alles immunvermittelte Reaktionen). In den allermeisten Fällen wird das Virus dadurch erfolgreich bekämpft und das Immunsystem zieht sich wieder zurück und beruhigt. Es limitiert sich selber. Dann ist man wieder gesund.

Im Falle einer kritischen Eskalation von viralen Infekten wie zum Beispiel dem neuen Coronavirus kommt es zu einigen Problemen im Immunsystem. Wenn das Virus nicht frühzeitig erkannt wird, oder das Immunsystem nicht ausreichend Ressourcen hat (wie zum Beispiel Vitamin C), dann gibt es keine ausreichende Interferon-Antwort. Weil Interferone fehlen kann sich das Virus viel ungehinderter vermehren. Das Immunsystem wird nicht ausreichend aktiviert und CD8+ Zellen agieren „blinder“. Sie markieren gesunde Zellen und übersehen es virusbefallene Zellen zu markieren. Dadurch werden von den Makrophagen und NK-Zellen viele gesunde Zellen angegriffen, aber gleichzeitig viele virusbefallene Zellen übersehen. Das führt zur weiteren Ausbreitung und Vermehrung des Virus. Durch den grossen Zellschaden kann die Lunge mit Zellresten zuschleimen und füllt sich mit Flüssigkeit. Dadurch kann der Gasaustausch in der Lunge nicht mehr so gut stattfinden. Atemnot ist das Resultat. In vielen Fällen kann das mit Sauerstoffgabe über einige Tage gelöst werden. In wenigen Fällen eskaliert die Situation jedoch weiter und man muss druckbeatmet werden. In wenigen Fällen eskaliert es noch weiter und der Patient muss in ein künstliches Koma gelegt werden und mechanisch beatmet werden. Sobald dies der Fall ist, ist das Immunsystem komplett dekompensiert. Wenn das NLRP3 Inflammosom sich dann nicht selber limitieren kann, resultiert ein Zytokinsturm. Die grosse Zahl der Immuntransmitter (Zytokine), die im Körper zirkulieren machen alle unsere körperlichen Barrieren durchlässig. Dieser Zytokinsturm und der daraus resultierende Schock ist eine gefürchtete Komplikation. Die Haut wird durchlässig, die Darmschleimhaut wird durchlässig, die Blut-Hirn-Schranke wird durchlässig, die Gefässe werden durchlässig. Dieser Zustand nennt sich Schock und kann in kurzer Zeit zu multiplem Organversagen führen. Die Haupttodesursachen sind also Atemversagen, weil die Lunge mit Zellresten/Flüssigkeit zugeschleimt ist, und multiples Organversagen aufgrund des Schocks und der Überreaktion des Immunsystems.

„Es ist nicht das Virus was uns tötet, sondern unser eigenes Immunsystem“

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Das NLRP3 Inflammosom 

In Teil 1 (Die frühe Reaktion) haben wir bereits die generelle immunologische Reaktion beleuchtet. Zuerst kommt ein Pathogen in den Körper. Das wird über Pathogen-assoziierte molekulare Muster (PAMPs) wahrgenommen vom Immunsystem. Dann folgt eine schnelle und intensive Ausschüttung von Interferonen. Diese Interferone aktivieren nun das so genannte NLRP3 Inflammosom. Das ist Hauptregulator der Entzündungsreaktion.

PAMP -> Interferone -> NLRP3 Inflammosom

In der frühen Phase eine Infektion ist es absolut entscheidend, dass diese Sequenz gut funktioniert und sowohl die Interferone, als auch das NLRP3 Inflammosom ausreichend stark reagiert.

In den späten Phasen der Infektion ist es allerdings genauso entscheidend, dass das NLRP3 Inflammosom seine Aktivität wieder runterfährt.19 Denn sonst kommt es zu einem Zytokinsturm, der zu Schock und Multiorganversagen führen kann.20,21

Ein konstant aktives NLRP3 Inflammosom führt nämlich zu einem positiven Feedbackloop („Teufelskreis“) der konstant weitere entzündliche Zytokine wie TNF-a, Interleukin-6 und Interleukin-1 ausschüttet.

„NLRP3 muss 99% der Lebenszeit komplett ruhig bleiben und dann schlagartig und stark ansteigen wenn ein PAMP den Körper betritt. Danach muss es sich schnell wieder beruhigen“

Gerrit Keferstein, Medizinischer Direktor des MOJO Instituts
Graphische Repräsentation eines Zytokinsturms 20

 

Aus der Coronapandemie von 2019/2020 weiss man, dass Menschen mit entzündlichen Vorerkrankungen mehr dazu neigen diese gefährlichen Zytokinstürme zu erleiden. Denn entzündliche Erkrankungen gehen aus einer konstanten und chronischen Aktivierung des NLRP3 Inflammosoms hervor22. Es ist sozusagen die Ursache der chronisch-entzündlichen Erkrankung. Dadurch erschöpft und desensibilisiert sich das NLRP3 Inflammosom und verliert seine Fähigkeit zur Selbstlimitierung.

In welchen Erkrankungen hat man eine chronische NLRP3 Aktivität? :

  • Alzheimer22
  • Bluthochdruck
  • Diabetes 23
  • Arteriosklerose22
  • Auto-Immun-Erkrankungen 24
  • Metabolisches Syndrom 25
  • Makuladegeneration 25
  • Krebs 22,26

Deshalb sind Menschen mit Vorerkrankungen viel gefährdeter an Infektionen zu versterben. Nicht unbedingt nur WEIL sie eine Nebenerkrankung haben, sondern viel eher, weil es eine gemeinsame Ursache der Nebenerkrankung und dem erhöhten Risiko gibt -> eine fehlregulierte Immunfunktion.

Chronische Überaktivität des NLRP3 Inflammosoms ist sozusagen die gemeinsame Ursache von chronischen Erkrankungen und einem erhöhten Risiko an einer Infektion zu versterben.

Was sind Hauptursachen für chronische Aktivität des NLRP3 Inflammosoms : 

  • Mitochondriale Dysfunktion22
  • Oxidativer Stress 22,23

Natürliche Substanzen, die gezeigt haben, dass sie die NLRP3 Aktivität positiv regulieren können sind Quercetin, EGCG, Curcumin, Resveratrol, und Sulforaphan.23

Weitere Möglichkeiten das NLRP3 Inflammosom auszuschalten sind über die Aktivierung des Sirtuin-Gens zu erreichen 27,28 :

  • NAD+ Infusionen
  • Autophagie (Fasten)
  • Resveratrol
  • Waldbäder
  • Myokine
  • Melatonin

Es hat sich gezeigt, dass eine Therapie mit NAD+ die Sirtuin-Gene aktiviert und so die zelluläre Bioenergetik verbessert und das NLRP3 Inflammosome positiv reguliert.29,30

Bei uns im MOJO Institut können wir eine individuelle Nährstofftherapie mit dir zusammen planen. Dabei ist die Grundlage eine ausführliche (Labor)Analyse deines Stoffwechsels. Wir schauen uns im Detail die mitochondriale Funktion an, messen oxidativen Stress, aber auch deine anti-oxidative Kapazität, wir vermessen deine Immunfunktion, analysieren deine aktuellen Mikronährstoffreservoirs, vermessen dein autonomes Nervensystem und entwickeln dann gemeinsam einen sinnvollen und evidenzbasierten Therapieplan.

1.        Pedersen, S. F. & Ho, Y.-C. SARS-CoV-2: A Storm is Raging. J. Clin. Invest. (2020). doi:10.1172/JCI137647
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3.        Samuel, C. E. Antiviral actions of interferon interferon-regulated cellular proteins and their surprisingly selective antiviral activities. Virology 183, 1–11 (1991).
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22.      Wang, Z. et al. NLRP3 Inflammasome and Inflammatory Diseases. Oxid. Med. Cell. Longev. 2020, (2020).
23.      Tozsér, J. & Benko, S. Natural Compounds as Regulators of NLRP3 Inflammasome-Mediated IL-1 β Production. Mediators Inflamm. 2016, (2016).
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25.      Ozaki, E., Campbell, M. & Doyle, S. L. Targeting the NLRP3 inflammasome in chronic inflammatory diseases: current perspectives. J. Inflamm. Res. 8, 15–27 (2015).
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Inflammaging – Warum Ältere ein grösseres Infektionsrisiko haben

Inflammaging – Warum Ältere ein grösseres Infektionsrisiko haben

Es sind nicht die Älteren betroffen. Es sind die betroffen, die eine geringe Anpassungsfähigkeit des Immunsystems haben. Dazu gehören viele alte Menschen. Das Immunsystem wird nicht schlechter als Reaktion auf das Altern, sondern man altert (biologisch) unter Anderem in Folge einer abnehmenden Immunfunktion.1. Genauer gesagt sind Alterung und reduzierte Immunfunktion zwei Seiten der gleichen Medallie. In der Wissenschaft nennt sich dieses Konzept Inflammaging.2

Ein Immunsystem was Funktion verliert wird nicht „träge“. Das kann man nicht so einfach sagen. Denn in manchen Situationen ist Trägheit von Vorteil. Das spannende an einer reduzierten Funktion ist, dass es träger wird, wenn es wachsamer sein sollte und es wird aktiver, wenn es eigentlich ruhiger sein sollte. Es gerät aus der Balance. Die Anpassungsfähigkeit geht verloren.

Wenn Anpassungsfähigkeit des Immunsystems verloren geht wird das Immunsystem gleichzeitig: 

  • Träge (schlechte Infektabwer)3
  • Chronisch niedergradig aktiv (chronic low grade inflammation)3
  • Überreaktiv (potentielle autoimmunreaktionen)

Inflammaging

Das Modell des Inflamm-agings beschreibt wie Entzündung (Inflammation) zu Alterung führt (Aging). Demnach ist Alterung die Folge von zellulären und (epi)genetischen Veränderung, die durch Entzündungsprozesse vermittelt werden. Je mehr chronische Entzündung im Körper herrscht, desto schneller altert der Organismus. Durch eine Reduktion der chronischen Entzündung kann der Alterungsprozess verlangsamt werden.

Die beiden wichtigsten Marker des Inflammagings sind die Zytokine Interleukin-6 (IL-6) und TNF-a. 

Eine chronische Erhöhung dieser beiden Marker :

  • Beschleunigt die biologische Alterung
  • führt zu Erkrankungen wie Diabetes Typ 2, Bluthochdruck, Herzinfarkt, und Schlaganfall
  • Erhöht das Risiko an einem viralen Infekt zu erkranken
  • Erhöht das Risiko an einem viralen Infekt zu versterben

Im Rahmen der Pandemie des neuen Coronavirus SARS-CoV-2 kam rasch zu Tage, dass Leute mit Nebenerkrankungen wie Diabetes Typ 2, Bluthochdruck, und Herzerkrankungen schwerer betroffen sind. Dabei ist interessant zu wissen, dass es gar nicht so per se die Nebenerkrankung selber ist, die das erhöhte Risiko darstellen, sondern der gemeinsame Nenner  : Das Inflammaging.

Inflammaging führt zu diesen Nebenerkrankungen und erhöhte das Risiko eines kritischen Verlaufs bei Ansteckung mit dem Coronavirus.

Wenn es also darum geht sich und sein Immunsystem in die beste Position zu bringen langsamer zu altern, weniger krank zu werden, weniger schwer krank zu werden, und sich gleichzeitig vor Erkrankungen wie Diabetes Typ 2, Bluthochdruck, Herzerkrankungen und Schlaganfall zu schützen, dann sollte man sich an den gemeinsamen Nenner machen : Das Inflammaging.

Zu welchen Erkrankungen führt das Inflammaging :

Gründe für das Inflammaging :

  • Mikronährstoffmängel
  • Veränderungen der Darmflora
  • Mangel an intensiver körperlicher Belastung
  • Fehlernährung (nicht kompatibel mit individueller Epigenetik)
  • Umweltgifte wie Nikotin, Zucker, Abgase
  • Mangel an akutem physischem Stress (Hitzeschockproteine)
  • Chronischer emotionale und mentaler Stress
  • Chronische Infektionen (CMV, EBV, HSV etc.)

Wie kann man Inflammaging messen?

Die wichtigsten Messparameter für das Inflammaging und die damit assoziierte chronisch-niedergradige Entzündung (low grade inflammation) sind die direkten entzündungsassoziierten Immunparameter wie Interleukin-6, TNF-a, und hs-CRP.4 Diese Parameter sagen jedoch noch nichts über die Ursache der chronischen Entzündung. Um die Ursache zu finden ist eine ausführliche Lebensstilanamnese (Spurensuche) und eventuell weitere Labordiagnostik notwendig. Die häufigsten Ursachen für das Inflammaging finden sich in Mikronährstoffmängeln, chronischen Infektionen, schlechter Ernährung, und Veränderungen der Darmflora.

Im MOJO Institut für Regenerationsmedizin bieten wir eine „Inflammaging Sprechstunde“ an. Dort diagnostizieren wir und beraten ausführlich zu individuellen therapeutischen Optionen, Lebensstilmodifikationen, Reduktion von Erkrankungsrisiken, und Behandlungsoptionen bei bestehenden chronischen Erkrankungen.

Terminvereinbarung unter : 02242 9692730

 
1.        Jazwinski, S. M. & Yashin, A. I. Aging and health--a systems biology perspective. Introduction. Interdisciplinary topics in gerontology 40, VII–XII (2015).
2.        Fulop, T. et al. Immunosenescence and inflamm-aging as two sides of the same coin: Friends or Foes? Front. Immunol. 8, (2018).
3.        Fulop, T. et al. From inflamm-aging to immune-paralysis: a slippery slope during aging for immune-adaptation. Biogerontology 17, 147–157 (2016).
4.        Xia, S. et al. An Update on Inflamm-Aging: Mechanisms, Prevention, and Treatment. J. Immunol. Res.2016, 8426874 (2016).
Stärkung des Vagusnerves zur Immunoptimierung

Stärkung des Vagusnerves zur Immunoptimierung

Ein hoher „vagaler Tonus“ (also eine höhere Aktivität des Vagusnerves) verbessert die Funktion vieler Systeme in unserem Körper. Er reduziert das Risiko von Schlaganfällen, Herzinfarkten und reguliert unseren Blutzuckerspiegel. 

Er wirkt sich außerdem darauf aus, wie leicht es uns fällt, zu entspannen und wie zufrieden wir mit uns selbst sind. 

Ein niedriger „vagaler Tonus“ steht hingegen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfällen, Diabetes, Depressionen, sowie vielen anderen Autoimmunerkrankungen in Verbindung.

Unterschiedliche Studien haben gezeigt, dass das vegetative Nervensystem und das Immunsystem in engem Austausch miteinander stehen, was durch wechselseitige Rezeptoren ermöglicht wird. 

Somit besteht ein geschlossener Regelkreis, der Entzündungen durch eine Freisetzung von Acetylcholin durch vagale Efferenzen begrenzen und auflösen kann.

Der N. vagus (wandernder Nerv), ist der zehnte von insgesamt zwölf Hirnnerven. 

Er ist der bedeutendste des parasympathischen Nervensystems und somit verantwortlich für Ruhe, Entspannung und Regeneration auf der einen, sowie der Anregung unseres Magen-Darm-Trakts auf der anderen Seite. 

Seinen Namen verdankt er der weiten Verbreitung durch unseren Körper. 

Er entspringt im sogenannten Markhirn und zieht gemeinsam mit dem N. glossopharyngeus(IX), dem N. accessorius(XI) und der V. jugularis durch das Foramen jugulare (Loch im Schädel) wonach er sich weiter zwischen Halsvene und Carotis-Arterie erstreckt. 

Von dort aus wickelt der Nervus Vagus sich weiter hinab und tritt mit der Speiseröhre auf Höhe des zehnten Brustwirbels durch das Zwerchfell um dann bis beinahe zum Ende des Dickdarmes zu ziehen. Auf seinem Weg übt er einen regulatorischen Einfluss auf alle Organe, aus 

(u.a. Stimmbänder, Herz, Speiseröhre, Lunge, Zwerchfell, Leber, Magen und Darm).

Wie kann ich meinen Vagus Nerv „trainieren“?

Ein gesunder Vagustonus wird durch einen leichten Anstieg der Herzfrequenz beim Einatmen und eine Abnahme der Herzfrequenz beim Ausatmen angezeigt. Tiefe Zwerchfellatmung — mit langem, langsamem Ausatmen — ist der Schlüssel zur Stimulation des Vagusnervs und verlangsamt die Herzfrequenz und senkt den Blutdruck.              (HRV Messung via App)

Aktive Stimulation des N. vagus:

  • Tiefe Bauchatmung unter Aktivierung des Zwerchfells:
  • Die Hände liegen auf dem Bauch. Während der Einatmung durch die Nase, versucht man, die Luft unter seine Hände zu atmen. Bei der Ausatmung lässt man die Luft langsam durch die Lippen wieder hinaus.
  • Wechselatmung:
  • Abwechselnd durch das rechte und linke Nasenloch ein- und ausatmen. 10x / Seite
  • Kaltes duschen
  • Durch den Kältereiz wird der N. vagus stimuliert. Beginnend herfern am rechten Unterschenkel. Zeit nach und nach steigern bis zu 3 Minuten.
    • Alternativ kann auch mit Wechseldusche begonnen werden
  • Singen oder lautes Ausatmen (auf „A“ oder „O“)
  • Durch die Vibration der Stimmbänder bekommt der N. Vagus einen Reiz und wird aktiviert

Therapeutische, osteopathische Stimulation des N. vagus:

  • Cranio-Sacrale Therapie
  • Suboccipitale Entspannung
  • Behandlung des Foramen jugulare
  • Entspannung des Zwerchfells 
  • Behandlung des Omentum minus
  • Viszerale Behandlung des Magen-Darm-Trakts

Im MOJO Institut für Regenerationsmedizin kannst du dich individuell von uns beraten lassen, wie du deine vagale Aktivität verbessern kannst. Ausserdem kannst bei unseren Osteopathen eine Behandlung zur Optimierung des vagalen Tonus erhalten.

Vitamin D zur Immunstärkung

Vitamin D zur Immunstärkung

Vitamin D ist das „Sonnenhormon“, weil unser Körper es unter Einfluss von Sonnenstrahlen selber produzieren kann. Es hat so genannte pleiotrope Effekte. Das bedeutet, dass es direkt an unseren Genen wirkt und daher einen sehr breiten und vielfältigen Einfluss auf den gesamten Organismus hat. Es wirkt an über tausend verschiedenen Genorten. Besonders wichtige Effekte entfaltet Vitamin D im Immunsystem. Das ist einer der Hauptgründe warum es im Sommer keine Infektions- und Grippewelle gibt. Viren und Bakterien mögen Vitamin D nicht. Vitamin D zeigt besonders effektive Effekte gegen virale Infekte der Lungen.1

Ausreichende Vitamin D Versorgung ist daher ein effektiverer Schutz gegen Grippe als eine Grippeimpfung. Das konnten einige Studien bereits zeigen.2–4

Zahlreiche Studien konnten eindeutig zeigen, dass Vitamin D sowohl das Infektionsrisiko, als auch das Risiko eines kritischen Verlaufes im Rahmen einer Infektion deutlich reduziert. 5–9

Vitamin D unterstützt das Immunsystem bei einem präzisen Angriff indem es CD8+ Zellen vermehrt und optimiert. Diese CD8+ Zellen sind sehr wichtig, damit das Immunsystem die perfekte Balance zwischen Aggressivität und Gelassenheit findet. Wenn die CD8+ Zellen nicht funktionieren oder zu wenig vorhanden sind, dann kann das einerseits zu Infektanfälligkeit führen, aber andererseits auch zu einer überdrehten und chronischen Immunaktivität was sich in Autoimmunerkrankungen äussert.10,11 Daher ist eine ausreichende Vitamin D Versorgung essentiell für eine gute Anpassungsfähigkeit und Funktion des Immunsystems.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt 800IE Vitamin D täglich um den Tagesbedarf zu decken. Das entspricht jedoch nicht dem aktuellen wissenschaftlichen Stand. Beispielsweise empfiehlt die endokrinologische Gesellschaft der USA inzwischen auf Basis der aktuellen Erkenntnisse eine Dosis von 2000IE zur Erhaltung und eine sehr viel höhere Dosis zur Optimierung der Vitamin D Spiegel.12

Der Vitamin D Mangel ist sehr weit verbreitet. Etwa 72% aller Menschen haben einen Vitamin D Mangel und etwa 37% haben einen sehr stark ausgeprägten Mangel. In unserem Institut sehen wir regelmässig sehr niedrige Vitamin D Blutwerte. 

Interessanterweise gehört Spanien und Italien innerhalb von Europa zu den Gebieten mit dem grössten Vitamin D Mangel13. Dies sind die beiden Regionen, die von der Coronapandemie 2019/20 am härtesten getroffen wurden.

Vitamin D ist inzwischen weit verbreitet und bekannt. Wir möchten darauf hinweisen, dass es jedoch einige Aspekte gibt, die vielleicht nicht jeder auf dem Schirm hat.

Es ist zum Beispiel so, dass es in einigen Situationen zu einer Dysfunktion des Vitamin D Rezeptors (VDR) kommen kann und man in diesem Fall ausgezeichnete Vitamin D Blutwerte hat, jedoch keine vorhandene Funktion von Vitamin D. Dies kann beispielsweise durch eine intestinale Permeabilität (Leaky Gut) entstehen. Nur ein Fachmann kann beurteilen, ob dies der Fall ist. 

Eine Dysfunktion des Vitamin D Rezeptors ist zusätzlich eine wichtige Ursache von entzündlichen Darmerkrankungen und Reizdarm, denn eine Dysfunktion des Vitamin D Rezeptors führt zu einem funktionellen Vitamin D Mangel (genug Vitamin D im Blut, aber es funktioniert nicht) der eine Dysfunktion der CD8+ Zellen zur Folge hat, die dann eine Entzündung im Darm auslösen können.14

Ausserdem beeinflusst die mitochondriale Funktion (Energiestoffwechsel der Zelle) maßgeblich die Umwandlung von inaktivem Vitamin D (das was man supplementiert) zu dem aktiven Vitamin D im Körper. Bei mitochondrialen Funktionsstörungen funktioniert diese Umwandlung nicht ausreichend was zu hohen Leveln des inaktiven Vitamin D, bei gleichzeitig niedrigem aktiven Vitamin D Spiegel, führt.15 In diesem Fall sollte von einer höher dosierten Vitamin D Therapie abgesehen werden und man sollte sich mehr auf die Regeneration der mitochondrialen Funktion fokussieren.

Wir empfehlen eine individuelle Bestimmung des Vitamin D Spiegels und eine individuelle Dosierungsstrategie. Im MOJO Institut für Regenerationsmedizin beraten wir dich gerne zu Vorteilen, Nachteilen, Chancen und Gefahren von Vitamin D und nehmen auch eine laborchemische Bestimmung deiner aktuellen Vitamin D Spiegel vor. Ausserdem können wir auch eine ganzheitliche Bestimmung von Immunfunktion (z.b. CD8+ Funktion), mitochondrialer Funktion, und anderen Faktoren des Vitamin D Stoffwechsels vornehmen.

1.       Cannell, J. J. et al. Epidemic influenza and vitamin D. Epidemiol. Infect. 134, 1129–1140 (2006).
2.       Ida, H. May ) Randomized trial of vitamin D supplementation to prevent seasonal influenza A in schoolchildren Randomized trial of vitamin D supplementation to prevent seasonal. (2014). doi:10.3945/ajcn.2009.29094
3.       Jefferson T, R. A. D. P. C. & Demicheli, V. Vaccines for preventing influenza in healthy children. Cochrane Database Syst. Rev. (2018). doi:10.1002/14651858.CD004879.pub5
4.       Demicheli V, J. T. F. E. R. A. & Di Pietrantonj, C. Vaccines for preventing influenza in healthy adults. Cochrane Database Syst. Rev. (2018). doi:10.1002/14651858.CD001269.pub6
5.       Kim, H. J., Jang, J. G., Hong, K. S., Park, J.-K. & Choi, E.-Y. Relationship between serum vitamin D concentrations and clinical outcome of community-acquired pneumonia. Int. J. Tuberc. Lung Dis. 19, 729–734 (2015).
6.       Arihiro, S. et al. Randomized Trial of Vitamin D Supplementation to Prevent Seasonal Influenza and Upper Respiratory Infection in Patients With Inflammatory Bowel Disease. Inflamm. Bowel Dis. 25, 1088–1095 (2019).
7.       Martineau, A. R. et al. Vitamin D supplementation to prevent acute respiratory tract infections: systematic review and meta-analysis of individual participant data. BMJ 356, i6583 (2017).
8.       Martineau, A. R. et al. Vitamin D3 supplementation in patients with chronic obstructive pulmonary disease (ViDiCO): a multicentre, double-blind, randomised controlled trial. Lancet Respir. Med. 3, 120–130 (2015).
9.       Sabetta, J. R. et al. Serum 25-hydroxyvitamin d and the incidence of acute viral respiratory tract infections in healthy adults. PLoS One 5, e11088 (2010).
10.     Pender, M. P. CD8 + T-Cell Deficiency , Epstein-Barr Virus Infection , Vitamin D Deficiency , and Steps to Autoimmunity : A Unifying Hypothesis. 2012, (2012).
11.     Lysandropoulos, A. P. et al. Vitamin D has a direct immunomodulatory effect on CD8+ T cells of patients with early multiple sclerosis and healthy control subjects. J. Neuroimmunol. 233, 240–244 (2011).
12.     Holick, M. F. et al. Evaluation, Treatment, and Prevention of Vitamin D Deficiency: an Endocrine Society Clinical Practice Guideline. J. Clin. Endocrinol. Metab. 96, 1911–1930 (2011).
13.     Scharla, S. H. Prevalence of subclinical vitamin D deficiency in different European countries. Osteoporos. Int. 8 Suppl 2, S7-12 (1998).
14.     Chen, J., Bruce, D. & Cantorna, M. T. Vitamin D receptor expression controls proliferation of naïve CD8+ T cells and development of CD8 mediated gastrointestinal inflammation. BMC Immunol. 15, 6 (2014).
15.     Henry, H. L. Vitamin D hydroxylases. J. Cell. Biochem. 49, 4–9 (1992).
 
Woran erkenne ich, dass ich einen Vitamin C Mangel haben könnte?

Woran erkenne ich, dass ich einen Vitamin C Mangel haben könnte?

Weil einerseits der Vitamingehalt von Obst und Gemüse in den letzten 30 Jahren um bis zu 70% gefallen ist1–4, und es andererseits im Magen-Darm-Trakt durch Entzündungen und Stoffwechselveränderung zu einer reduzierten Vitamin C Aufnahme kommen kann5 ist ein chronischer Vitamin C Mangel auch bei Menschen, die viel Obst und Gemüse essen nicht selten. Zusätzlich ist es so, dass Zucker und Vitamin C sich einen Transporter im Darm teilen. Zucker passt einfacher durch diesen Transporter. Das führt dazu, dass die Vitamin C Aufnahme durch gleichzeitige Aufnahme von Zucker/Mehl stark gehemmt wird.6

Sowohl chronischer Stress als auch physische Belastung führt zu einem ausgeprägten Vitamin C Verbrauch. Daher haben grosse wissenschaftliche Studien eindeutig gezeigt, dass beispielsweise Sportler die Anzahl von Erkältungen und grippalen Infekten um 50% reduzieren können, wenn sie Vitamin C supplementieren.7

Auch die Einnahme der Anti-Baby-Pille, Nikotin, und Koffeinkonsum erhöhen den Vitamin C Verbrauch signifikant.8–10

Wie erkenne ich also, ob ich einen chronischen Vitamin C Mangel habe? 

Die wichtigen Zeichen eines Vitamin C Mangels sind :

  • Tendenz zu blauen Flecken (Weil Vitamin C Blutgefässe stabilisiert)
  • Rauhe, holprige Haut am Oberarm, Oberschenkel oder Hintern aufgrund einer vermehrten Keratinansammlung (das nennt sich Keratosis Pilaris und ist u.A. auf einen Vitamin C Mangel zurückzuführen)11
  • Gebogene oder lockige Körperbehaarung (weil Vitamin C für eine gute Proteinstruktur der Haare benötigt wird).12,13 Dieses Symptom ist nicht so auffällig, da geschädigte Haare schneller ausfallen.
  • Kleine Rötungen um die Haarfollikel. Das nennt sich Perifollikuläre Einblutung und ist ein Zeichen eines Vitamin C Mangels. Nach Vitamin C Substitution löst sich dieses Symptom innerhalb von 2 Wochen auf.13
  • Trockene und spröde Haut. Die oberste Hautschicht, die Epidermis, benötigt sehr viel Vitamin C für eine elastische und gleichzeitig stabile Funktion.14 Vitamin C ist notwendig, damit der Körper Kollagen produzieren kann was die Haut straff und jugendlich wirken lässt. Ausserdem verändert Vitamin C positiv die epigenetische Funktion der Haut. 15
  • Langsame Wundheilung. Wenn Wunden länger brauchen um zu heilen, dann kann das daran liegen, dass nicht ausreichend Vitamin C vorhanden ist.16
  • Entzündetes, rot/lila verfärbtes oder sogar blutendes Zahnfleisch. Das ist ein klassisches Zeichen eines Vitamin C Mangels.17
  • Häufige Infekte. Ein Vitamin C Mangel kann der Grund dafür sein, dass man sich häufig erkältet. Das liegt daran, dass weisse Blutkörperchen Vitamin C für ihre Funktion benötigen. Vitamin C ist sozusagen die Munition und weisse Blutkörperchen ohne Vitamin C sind wie Soldaten ohne Munition. 18
  • Eisenmangel. Vitamin C ist ein sehr wichtiger Co-Faktor in der Eisenaufnahme und im Eisenstoffwechsel.19 Bei Vitamin C Mangel kann der Körper kaum Eisen aus pflanzlichen Quellen aufnehmen. Hartknäckige Eisenmangelsituationen haben ihre Ursache daher häufig in einer chronischen Vitamin C Unterversorgung.20
  • Die ersten Beobachtungen über Vitamin C Mangel wurden von James Lind bei Seefahrern gemacht, die in den ersten Tagen und Wochen einen Motivationsverlust erlittet, aber dann normal arbeiten konnten, wenn sie sich aufgerafft haben.6 Das liegt daran, dass Vitamin C notwendig ist um Dopamin und Adrenalin zu produzieren. Müdigkeit, Motivationsverlust und schlechte Stimmung sind mit die frühesten (unspezifischen) Zeichen eines Vitamin C Mangels.12

Vitamin C Infusionstherapie

Jede Immunaktivität verbraucht grosse Mengen an Vitamin C. Wenn man also einen akuten Infekt oder einen chronisch-entzündlichen Prozess hat, dann hat man einen stark gesteigerten Vitamin C Verbrauch. Damit dem Immunsystem die „Munition“ in Form von Vitamin C nicht ausgeht kann Sinn machen Vitamin C als Infusion zu erhalten.

Sowohl bei akuten Infekten, also auch in der Prävention hat sich gezeigt, dass Vitamin C wirksam ist.7Vitamin C ist nicht nur ein zentrales Molekül für die Immunfunktion, sondern ist auch entscheidend an Stoffwechselprozessen wie der Formierung von elastischem und stabilem Bindegewebe (Kollagenproduktion) beteiligt.21 Ausserdem liefert Vitamin C die chemische Energie um unseren Körper von (oxidativem) Stress zu „entgiften“.

Bei uns im MOJO Institut für Regenerationsmedizin erstellen wir dir anhand deiner Laborergebnisse ein individuelles Protokoll zur Infusionstherapie mit Vitamin C. In aller Regel kombinieren wir die Vitamin C Infusionstherapie mit weiteren immunrelevanten Aminosäuren und Nährstoffen für einen optimalen individuellen Immunboost.

 
1.       Guo, W., Nazim, H., Liang, Z. & Yang, D. Magnesium deficiency in plants: An urgent problem. Crop J.4, 83–91 (2016).
2.       Mayer, A. B., Mayer, A. & Researcher, I. Historical changes in the mineral content of fruits and vegetables. (2014). doi:10.1108/00070709710181540
3.       Rosanoff, A. Changing crop magnesium concentrations : impact on human health. 139–153 (2013). doi:10.1007/s11104-012-1471-5
4.       Wienecke, E. Bedarf höher als angenommen. 2012 (2012).
5.       Said, H. M. Intestinal absorption of water-soluble vitamins in health and disease. Biochem j. 437, 357–372 (2014).
6.       Padayatty, S. J. & Levine, M. Vitamin C: the known and the unknown and Goldilocks. Oral Dis. 22, 463–493 (2016).
7.       Hemilä, H. & Chalker, E. Vitamin C for preventing and treating the common cold. Cochrane Database Syst. Rev. (2013). doi:10.1002/14651858.CD000980.pub4
8.       BRIGGS, M. & BRIGGS, M. Vitamin C Requirements and Oral Contraceptives. Nature 238, 277 (1972).
9.       Yeung, D. L. Relationships between cigarette smoking, oral contraceptives, and plasma vitamins A, E, C, and plasma triglycerides and cholesterol. Am. J. Clin. Nutr. 29, 1216–1221 (1976).
10.     Kalesh, D. G., Mallikarjuneswara, V. R., Alan, C. & Clemetson, B. Effect of estrogen-containing oral contraceptives on platelet and plasma ascorbic acid concentrations. Contraception 4, 183–192 (1971).
11.     Hwang, S. & Schwartz, R. A. Keratosis pilaris: a common follicular hyperkeratosis. Cutis 82, 177–180 (2008).
12.     Hirschmann, J. V & Raugi, G. J. Adult scurvy. J. Am. Acad. Dermatol. 41, 810–895 (1999).
13.     Lessing, J. N., LaMotte, E. D., Moshiri, A. S. & Mark, N. M. Perifollicular haemorrhage with corkscrew hair due to scurvy. Postgrad. Med. J. 91, 719–720 (2015).
14.     Pullar, J. M., Carr, A. C. & Vissers, M. C. M. The Roles of Vitamin C in Skin Health. Nutrients 9, (2017).
15.     Duarte, T. L., Cooke, M. S. & Jones, G. D. D. Gene expression profiling reveals new protective roles for vitamin C in human skin cells. Free Radic. Biol. Med. 46, 78–87 (2009).
16.     Galimberti, F. & Mesinkovska, N. A. Skin findings associated with nutritional deficiencies. Cleve. Clin. J. Med. 83, 731–739 (2016).
17.     Olmedo, J. M., Yiannias, J. A., Windgassen, E. B. & Gornet, M. K. Scurvy: a disease almost forgotten. Int. J. Dermatol. 45, 909–913 (2006).
18.     Hemila, H. Vitamin C and Infections. Nutrients 9, (2017).
19.     Lane, D. J. R. & Richardson, D. R. The active role of vitamin C in mammalian iron metabolism: much more than just enhanced iron absorption! Free Radic. Biol. Med. 75, 69–83 (2014).
20.     Teucher, B., Olivares, M. & Cori, H. Enhancers of iron absorption: ascorbic acid and other organic acids. Int. J. Vitam. Nutr. Res. 74, 403–419 (2004).
21.     Bsoul, S. A. & Terezhalmy, G. T. Vitamin C in health and disease. J. Contemp. Dent. Pract. 5, 1–13 (2004).