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Fallstudie Morbus Hashimoto
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Geschrieben von Dr. Gerrit Keferstein

Dr. Gerrit Keferstein ist Arzt und Gründer des MOJO Instituts.

Morbus Hashimoto gilt als eine unheilbare Erkrankung der Schilddrüse. Wir wissen jedoch, dass diese Erkrankung nachweislich heilbar ist.

Morbus Hashimoto ist eine entzündliche Autoimmunerkrankung der Schilddrüse, die gehäuft bei jungen Frauen auftritt. Erste Symptome und Zeichen einer Schilddrüsenunterfunktion sind Müdigkeit, Gewichtszunahme, Frieren und Verdauungsstörungen oder auch initiale Schilddrüsenüberfunktion, die sich als Herzstolpern, Schluckstörungen oder nervöse Unruhe zeigen kann.

Diagnostisch wegweisend ist dann ein erhöhter TSH-Wert sowie nachweisbare Antikörper gegen die eigene Schilddrüse.

Die klassische leitliniengetreue Behandlung von Morbus Hashimoto sieht vor die reduzierte Schilddrüsenfunktion mit L-Thyroxin zu substituieren. Eine kausale Therapie findet selten statt.

Mit einer kausalen Therapie ist es jedoch möglich zunächst die Antikörperaktivität zu reduzieren und im zweiten Schritt die Schilddrüse zu regenerieren.

Hier sieht man die Daten einer jungen Frau, die in nur 8 Monaten regenerationsmedizinischer Behandlung im MOJO Institut ihre Antikörper von hoher Aktivität auf normal-gesunde Aktivität senken konnte. Das bedeutet, dass ihre Schilddrüse nun nicht mehr vom eigenen Körper angegriffen wird und nun regenerieren kann.

In der Regenerationsmedizin geht die individuelle Ursachendiagnostik in die Tiefe und findet auch häufig Ursachen auf folgenden Ebenen :

Epigenetik. Einige Gene wie HLA-DR3 und CTLA-4 sind eng mit einer Entstehung der Hashimoto Thyreoditis assoziiert und bieten therapeutisches Potential, weil jedes Gen immer nur in der Interaktion mit seiner Umwelt und dem Lebensstil aktiviert wird.

Energiestoffwechsel. Insulinresistenz, Mitochondriale Dysfunktionen, sowie Metaflammation (Entzündung des Energiestoffwechsels) sind wichtige Mediatoren der Hashimoto Thyreoditis und bieten bei Identifikation therapeutische Optionen.

Hormone. Frauen sind häufiger betroffen, weil die Östrogene an der Autoimmunaktivität beteiligt sind. Eine Östrogendominanz ist im Kontext Hashimoto Thyreoditis daher immer diagnostisch auszuschliessen um eine erfolgreiche Behandlung möglich zu machen.

Molecular Mimicry. Die Antikörperaktivität basiert in einigen Fällen auf einer so genannten Molecular Mimicry (=molekulares Versteckspiel) bei dem das Immunsystem auf Nahrungsbestandteile geprimed (entzündlich aktiviert) wird, die eine molekulare Ähnlichkeit mit Schilddrüsenzellen aufweisen. Therapeutisch ist es möglich dies immunologisch zu entkoppeln und so den Angriff auf die Schilddrüse zu stoppen.

Mikronährstoffmängel. Häufige Mikronährstoffmängel im Kontext des Morbus Hashimoto sind Selen, B-Vitamine, Eisen, Kupfer, Zink, sowie Tyrosin. In einigen Fällen reicht eine alleinige Wiederherstellung der Mikronährstoffversorgung um die Autoimmunaktivität zu stoppen und die Schilddrüsenfunktion zu regenerieren.

In einer Sprechstunde Regenerationsmedizin gehen wir strategisch vor um alle Ursachen der Hashimoto Thyreoditis abzuklopfen und dann gezielte, weiterführende Ursachendiagnostik durchzuführen mit dem Ziel die Autoimmunaktivität zu stoppen und die Schilddrüse komplett zu regenerieren.

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