Der Kurzschluss für ein gesundes und langes Leben

Der Kurzschluss für ein gesundes und langes Leben

In diesem Artikel wirst du lernen warum ein “Kurzschluss” in unseren Zellen der Schlüssel für ein gesundes, leistungsfähiges und langes Leben ist und wie wir die körpereigene Fähigkeit zu diesem “Kurzschluss” trainieren können, wenn wir uns öfter in der Kälte aufhalten.

Diesen Artikel solltest du lesen, wenn :

  • du an einer chronischen Erkrankung leidest
  • du leichter Körperfett verbrennen willst
  • du Krankheit verhindern willst
  • du deine Energieproduktion verbessern willst
  • du etwas über Kälte, Mitochondrien und Thermogenin lernen möchtest

“Was? Kälte? Ne, niemals! Ich bin einfach nicht für Kälte gemacht!”

Jaja das sagt jeder am Anfang. Das erste Mal fühlt sich eine kalte Dusche, ein Eisbad, oder die -85°Celsius Kammer im MOJO Institut an wie die unangenehmste Erfahrung des Lebens. Zwar fühlt man sich stolz, energiegeladen, wach, und klar, wenn man wieder aus der Kälte rauskommt, aber dennoch ist es schrecklich unangenehm und das lassen einen die inneren Stimmen auch wissen, bevor man in die Kälte geht.

“Nein mach das nicht. Du erkältest dich sonst noch.”

“Du frierst dir die Fingerspitzen ab!”

“Warum solltest du dir das antun?”, sagen deine inneren Stimmen. Aber irgendwas in dir sehnt sich nach dieser Herausforderung. Sind es deine Zellen?

Und dann erzählen alle Therapeuten im MOJO Institut immer : „Ach wenn du das einige Wochen regelmässig machst, dann ist das überhaupt nicht mehr schlimm!“

Darf man diesen Menschen glauben schenken, oder wollen sie ihr eigenes Leid schmälern in dem sie versuchen andere mit in ihre Kälteillusion hineinzuziehen?

Kann der Körper sich wirklich an Kälte gewöhnen? Und wie passiert das?

Die Antwort liegt in einem Organ was man erst kürzlich entdeckt hat. Man hatte lange darüber spekuliert und man wusste, dass Neugeborene dieses Organ noch haben, aber heute weiss man, dass es dieses Organ auch beim erwachsenen Menschen noch gibt…wenn wir es nicht komplett verkümmern lassen : Das braune Fettgewebe.

Braunes Fettgewebe ist komplett anders als weisses Fettgewebe was wir als „(Bauch)speck“ kennen. Wir können mehrere Kilogramm weisses Fettgewebe mit uns rumtragen und generell gilt die Faustregel : Je ungesünder wir sind, desto mehr weisses Fettgewebe sammelt sich in und an unserem Körper.

Bei braunem Fettgewebe ist das anders. Wir haben nicht sehr viel braunes Fettgewebe. Als Neugeborene hatten wir noch verhältnismässig viel braunes Fettgewebe, aber mit der Zeit wurde es weniger.

Weisses Fettgewebe wird immer mehr wenn wir ungesund essen und leben. Braunes Fettgewebe wird allerdings immer weniger, wenn wir ungesund essen und leben.

Weisses Fettgewebe ist ungesund. Braunes Fettgewebe ist gesund. 

Weisses Fettgewebe wollen wir loswerden. Braunes Fettgewebe wollen wir behalten!

Braunes Fettgewebe heisst „braun“, weil es unter dem Mikroskop einen braunen Schimmer hat. Das liegt daran, dass diese braunen Fettzellen voll gepackt sind mit Mitochondrien. 

In diesen Mitochondrien wird nicht nur Energie produziert, sondern vor allen Dingen Wärme! Um Energie und Wärme zu produzieren benötigen diese braunen Fettzellen hohe Mengen an Energie in Form von Nahrungskalorien. Ergo : Je mehr braunes Fett wir haben, desto mehr Kalorien verbrennen wir pro Tag.

Dabei wurde sogar kürzlich herausgefunden, dass braune Fettzellen ihre Energie direkt aus den weissen Fettzellen ziehen. Braune Fettzellen erhöhen also die Fettverbrennung (von weissen Fettzellen).

Einen Grossteil dieser Energie setzen die braunen Fettzellen in Wärme um. Hast du dich mal gefragt wie unser Körper es schafft die ganze Zeit warm zu bleiben?

Im Gegensatz zu Reptilien müssen wir uns nicht in der Sonne aufwärmen, sondern wir schaffen es von ganz alleine unsere Körpertemperatur aufrechtzuerhalten.

Unser Körper hat zwei Möglichkeiten Wärme zu generieren : Muskelzittern und elektrische Kurzschlüsse in braunen Fettzellen.

Was? Häh? Elektrische Kurzschlüsse?

Ja genau. Elektrische Kurzschlüsse. Und das passiert in den Mitochondrien (hauptsächlich in braunen Fettzellen).

Mitochondrien funktionieren nämlich so, dass sie Fette verbrennen und dabei eine elektrische Spannung entsteht. Sehr ähnlich zu einem Kraftwerk was Öl verbrennt und die Brennstoffenergie in elektrische Spannung umwandelt. Mit dieser elektrischen Spannung kann jetzt entweder eine Turbine angetrieben werden, die menschliche Energie in Form von ATP produziert (die heisst im Menschen ATP-ase, oder „Komplex V“), oder die elektrische Spannung kann durch einen wirklichen Kurzschluss in Wärme umgewandelt werden. Das nennt sich dann „Entkopplung der Mitochondrien“.

Je nach Anteil von braunem Fettgewebe im Menschen und je nach hormoneller und gesundheitlicher Situation werden etwa 3-20% aller Nahrungskalorien in Wärme umgesetzt. 

Das ist auch ein grosser Teil der Antwort auf die Frage warum es manche Menschen gibt, die scheinbar Essen können was sie wollen und trotzdem (auch ohne Sport) rank und schlank bleiben. 

Für diese Entkopplung ist in den Mitochondrien von braunen Fettzellen ein Protein sehr entscheidend : Das Thermogenin. Der Name leitet sich ab von dem Konzept der „Thermogenese“ (=Wärmegeneration).

Das Thermogenin (in Fachkreisen auch UCP-1) genannt führt zu dem Kurzschluss in den Mitochondrien und damit wird sehr schnell Wärme generiert. 

Menschen mit hohen Leveln an braunem Fettgewebe müssen nicht viel Zittern um Wärme zu kreieren. Die können in die Kryosauna bei -85°Celsius einsteigen und können dort 3-4 Minuten verbringen ohne Zittern zu müssen. Dabei laufen allerdings ihre Mitochondrien in den braunen Fettzellen auf Hochtouren.

Menschen mit hohen Leveln an braunem Fettgewebe und UCP-1 leben länger und sind geschützter vor chronischen Erkrankungen, weil UCP-1 so etwas wie ein Dampfablassventil ist. Die meisten chronischen Erkrankungen entstehen durch chronisches Energieüberangebot und resultierenden oxidativen Stress. Durch die Entkopplung der Mitochondrien mit Hilfe von UCP-1 wird dieser energetische Druck regelmässig abgelassen und es kommt dadurch nicht zur chronischen Vergiftung der Zelle.

Auch wenn es die durchschnittliche Tendenz ist über eine Lebenszeit mit jedem Jahr braunes Fettgewebe und damit Thermogenin (UCP-1) zu verlieren, so ist es doch möglich Thermogenin zu behalten. Denn der Grund warum wir Thermogenin und damit die Mitochondrien in den braunen Fettzellen verlieren ist sehr einfach : Wir zeigen unserem Körper, dass er es nicht mehr braucht.

Wenn wir einen wohltemperierten Lebensstil leben von 18-22° für 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, 52 Wochen im Jahr, dann baut unser Körper natürlich braunes Fettgewebe, Mitochondrien und Thermogenin ab.

So sorgst du dafür, dass dein Körper Thermogenin verliert : 

  • beim kleinsten frösteln die Heizung hochdrehen
  • Immer dick einpacken mit Pullover, Jacke, Mütze
  • Nur warm duschen und baden
  • Immer Socken und Schuhe tragen, wenn man mal kurz in den Garten muss

Durch diesen wohltemperierten Lebensstil verlieren wir nicht nur Thermogenin in den Zellen und damit einen sehr wichtigen Gesundheitsfaktor, sondern auch unsere Schilddrüse verliert über die Jahrzehnte an Funktion, weil die Schilddrüse eines der wichtigsten wärmeregulierenden Organe ist.

Also : Ab in die Kälte!!

 

Quellenangaben:

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  2. van Marken Lichtenbelt, Wouter D., Joost W. Vanhommerig, Nanda M. Smulders, Jamie M. A. F. L. Drossaerts, Gerrit J. Kemerink, Nicole D. Bouvy, Patrick Schrauwen, and G. J. Jaap Teule. 2009. “Cold-Activated Brown Adipose Tissue in Healthy Men.” New England Journal of Medicine 360(15):1500–1508.
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Wie fühlt man sich nach einer Kryotherapie?

Wie fühlt man sich nach einer Kryotherapie?

Joshua Sauren, der Leiter unserer Kryotherapie erklärt uns wie man sich direkt nach einer Kryotherapie im MOJO Institut fühlt :
 

 

“ENERGIEGELADEN! Das liegt an unseren Hormonen. Unser Körper ist voller Energie. Wir speichern Energie in Fett, in Zuckerspeichern in der Leber, in den Muskeln…ÜBERALL ist Energie. Das Problem ist nur, dass wir nicht immer darauf zugreifen können. Die Energie bleibt eingespeichert (zum Beispiel als Fett) und steht uns nicht als spürbare Energie zur Verfügung. Das nennen wir im MOJO Institut eine Energiekrise. 
Bei dem Betreten unserer Kältekammer reagiert das autonome Nervensystem direkt auf die -85 Grad Celsius. Das autonome Nervensystem startet mit der Ausschüttung von Noradrenalin. Dieser Neurotransmitter bewirkt, dass wir eine Energieausschüttung im gesamten Körper erfahren. Dadurch wird die Energie, die in unserem Körper gespeichert ist, wieder verfügbar für uns. Die Sinne sind geschärft und Müdigkeit spielt in diesem Moment absolut keine Rolle mehr. Dieser kurze Moment der Schocktherapie wirkt sich auch langfristig positiv auf das Nervensystem und den gesamten Organismus aus. Durch die Kryotherapie werden unsere Zellen auf epigenetischer Ebene umgestellt und auf Energiemobilisierung optimiert. Das löst Energie aus dem Fett und bringt sie in unser Gehirn. Da macht die Energie richtig Spass!”